Winfried Kretschmann Landesvater bestreitet „sentimentales Verhältnis“ zur CDU

Kretschmann: Auch im Land habe er sich erst nach den Sondierungen mit CDU sowie SPD und FDP auf eine Neuauflage von Grün-Schwarz festgelegt. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Kretschmann: Auch im Land habe er sich erst nach den Sondierungen mit CDU sowie SPD und FDP auf eine Neuauflage von Grün-Schwarz festgelegt. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Winfried Kretschmann, ein Jamaika-Fan? Der grüne und wertkonservative Regierungschef verwahrte sich am Dienstag gegen den Eindruck, er hätte eine Koalition mit Union und FDP einer Ampel mit SPD und Liberalen im Bund vorgezogen.

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Stuttgart - „Ich bin ganz offen in die Verhandlungen gegangen““, sagte der 73-jährige Winfried Kretschmann in Stuttgart vor Journalisten. Wenn man vorher schon festgelegt sei, würden es ja keine offenen Gespräche. Dass er von Anfang an für ein Bündnis mit der Union gewesen sei, werde ihm „angedichtet“. Es habe sogar jemand geschrieben, er habe ein „sentimentales Verhältnis zur CDU“. Kretschmann stellte klar: „Alles nicht richtig.“ Auch im Land habe er sich erst nach den Sondierungen mit CDU sowie SPD und FDP auf eine Neuauflage von Grün-Schwarz festgelegt.

So argumentiert Kretschmann

Kretschmann erklärte, bei den Sondierungen könnten natürlich „auch Dinge außerhalb der Gespräche eine Rolle spielen. „Das war hier offenkundig der Fall“, sagte Kretschmann in Anspielung auf die Krise der Union nach der Niederlage bei der Bundestagswahl. Gleichwohl hatte der Grünen-Politiker noch am Wahlabend erklärt, er halte eine Jamaika-Koalition mit Union und FDP für möglich. Auf die Frage, ob die SPD nicht der natürlichere Regierungspartner der Grünen sei, sagte Kretschmann: „Ein Großteil meiner Partei empfindet das sicher so. Ich nicht.“

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