Winfried Kretschmann zum Tempolimit „Einsparungseffekt hält sich in Grenzen“

Winfried Kretschmann hält das Tempolimit für ein populäres, aber kein entscheidendes Thema. Foto: imago images/7aktuell/ Marc Gruber
Winfried Kretschmann hält das Tempolimit für ein populäres, aber kein entscheidendes Thema. Foto: imago images/7aktuell/ Marc Gruber

Ein Tempolimit auf Autobahnen wird auch bei einer möglichen Ampel-Regierung nicht kommen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußerte sich nun zu der Klimaschutz-Maßnahme.

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Stuttgart - SPD, Grüne und FDP haben sich auf Koalitionsverhandlungen geeinigt. Gestrichen aus dem Sondierungspapier ist ein vor allem für die Grünen populäres Thema: das generelle Tempolimit auf deutschen Autobahnen. „Damit habe ich gerechnet“, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

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„Vor zehn Jahren habe ich mal gesagt, was dem Amerikaner die Waffe ist, ist dem Deutschen das Rasen“, sagte Kretschmann. „Das ist mir nicht gut bekommen.“ Deshalb wolle er auch nicht seine Kraft an etwas verschwenden, an dem er schon x-mal gescheitert sei. Und für die Zukunft der Welt sei das Tempolimit in Deutschland auch nicht entscheidend: „Es ist ein sehr populäres Thema, aber daran wird die Energiewende nicht scheitern. Der Einsparungseffekt des Tempolimits hält sich in Grenzen“, so Kretschmann.

Nichtsdestotrotz hätte er das Tempolimit begrüßt. Es gebe viele Vorteile, die alle bekannt seien, sagte der Grünen-Politiker. Dazu zählten die generelle Verkehrssicherheit, die Kapazität auf den Autobahnen und die Vorbereitung auf das autonome Fahren. Den letzten Punkt hob der Grünen-Politiker besonders heraus: „Wie das autonome Fahren funktionieren soll, wenn Menschen auf den Autobahnen rumrasen, ist mir ein Rätsel.“

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