Winnenden Der Sozialminister entdeckt viel Spannendes

Von Harald Beck 

Manfred Lucha (Grüne) war im Rems-Murr-Kreis zu Gast. In Backnang und Winnenden besichtigte er in zweieinhalb Stunden vier Initiativen – er ist voll des Lobes.

Sozialminister Manfred Lucha (rechts) in der Winnender Klinikschule Foto: Gottfried Stoppel
Sozialminister Manfred Lucha (rechts) in der Winnender Klinikschule Foto: Gottfried Stoppel

Winnenden - Fachstelle für Demokratie und Rechtsextremismus in Backnang, die Paulinenpflege, das Winnender Klinikum samt Klinikschule und dann noch das ebenfalls nahe dem neuen Klinikum residierende Bildungszentrum für Gesundheitsberufe – für einen zweieinhalbstündigen Besuch im Rems-Murr-Kreis hat der Sozialminister des Landes, Manfred Lucha, ein respektables Programm hinter sich gebracht.

Auf dem Weg durch die Flure des maßgeblich von seinem Ministerium mitgeförderten Klinikums erzählt er nebenbei, dass alles, was er auf seiner ersten öffentlichen Stippvisite bei Rems-Murr-Landrat Richard Sigel präsentiert bekommen habe, „absolut spannend, interessant und von großer Fachkompetenz geprägt“ sei.

Der Minister in seinem Fachebiet

Wobei er, sagt der Minister, als Krankenpfleger mit Studium der Sozialarbeit und des Managements im Sozial- und Gesundheitswesen samt rund 30 Arbeitsjahren in der psychiatrischen Versorgung natürlich in den unterschiedlichen Winnender Gesundheitsbetrieben in Winnenden ganz in seinem Element sei. „Das ist mein Spezialgebiet und da gibt es hervorragende Kontakte und viele gute Kooperationserfahrungen mit Einrichtungen im Rems-Murr-Kreis.“ Und, so sagt Lucha quasi als Zwischenfazit im Kreis, den er natürlich bei anderen Gelegenheiten durchaus schon das eine oder andere Mal besucht habe: „Es ist einfach schön hier.“

Im Winnender Klinikum ist dem Minister als ein Beispiel der Besonderheiten vor Ort unter anderem das Projekt „Gemeinsam gegen Herzinfarkt“ vorgestellt worden. Der Verein, so erläuterte dessen Vorsitzender, der Kardiologe und Oberarzt am Klinikum, Thomas Eul, wolle durch Aufklärung der Bevölkerung zur verbesserten Versorgung von Menschen mit Herzinfarkt beitragen. Schnelle Hilfe sei hier der entscheidende Faktor. Vor allem direkte Hilfe vor Ort, etwa durch Laienreanimation oder durch die Verwendung von Defibrillatoren. Hierfür versuche man derzeit unter anderem, ein komplettes Kataster aufzustellen für die Standorte aller Defis im Landkreis.

Ein Unterfangen, das die vorbehaltlose Unterstützung des Ministers fand. Bei einigen Dutzend Veranstaltungen in Vereinen, Firmen, Schulen oder bei Feuerwehren und Gemeinden habe man in den vergangenen Monaten bereits rund 2000 Menschen im Kreis erreicht. Die Aufklärung gehe hierbei von Symptomen des Herzinfarkts über präventive Maßnahmen bis hin zu Demonstrationen zur richtigen Laienreanimation bei Herz-Kreislaufstillstand oder die korrekte Verwendung eines Defibrillators.

Nächster Besuch im Kreis folgt Ende Juli

In der an das neue Klinikum in Winnenden angeschlossenen Klinikschule hat sich Lucha über die speziellen pädagogischen Angebote für bestimmte junge Langzeitpatientengruppe informiert. Und weil die Zeit für Stippvisiten in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen im Kreis denn doch etwas kurz war, hat der Minister angekündigt, sich Ende Juli auch noch dem Remstal zu widmen. Dann stehe unter anderem ein Besuch des Sozialministers bei der Diakonie Stetten fest auf dem Programm.




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