Winnenden Explosionsgefahr an Tankstelle

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Beim Befüllen einer Tankanlage in der Winnender Ringstraße ist eine erhebliche Menge Benzin ausgetreten. Die Polizei sperrte die Straßen weiträumig ab und evakuierte die Anwohner.

Ein Schaumteppich bedeckt die Tankstelle. Foto: 7aktuell/Schmalz 17 Bilder
Ein Schaumteppich bedeckt die Tankstelle. Foto: 7aktuell/Schmalz

Winnenden - Beim Befüllen der unterirdischen Vorratsbehälter einer Tankstellenanlage in der Winnender Ringstraße sind am Freitag aus noch ungeklärter Ursache fast 2000 Liter Benzin ausgetreten. Die Feuerwehr musste den Kraftstoff abpumpen und mit Schaum abbinden. Wegen der Explosionsgefahr wurde das Straßennetz weiträumig abgesperrt, die Anlieger mussten ihre Häuser räumen.

Rund 12 000 Liter Benzin hätte der Speziallastwagen in die Behälter der Tankstelle füllen sollen. Doch obwohl der Lastwagenfahrer die Tanks nach dem bisherigen Ermittlungsstand ordnungsgemäß kontrolliert hatte, war der leicht entflammbare Kraftstoff offenbar bereits bei einem Füllstand von 6500 Litern ausgelaufen.

Die Polizei und die Feuerwehr wurden kurz vor 14 Uhr darüber informiert. Während die Ordnungshüter das Gelände großräumig absperrten und einige Häuser evakuierten, brachte die Feuerwehr einen Schaumteppich auf dem kompletten Tankstellengelände aus und saugte das leicht entflammbare Gemisch in einen Ölabscheider ab. Doch auch der lief voll, und es traten Gase aus. Erneut mussten die Rettungskräfte gegen 15.20 Uhr Alarm wegen Explosionsgefahr geben, der allerdings bereits nach einigen Minuten wieder aufgehoben werden konnte, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Waiblingen mitteilte.

Bis in den späten Nachmittag war die Feuerwehr mit den umfangreichen Aufräumarbeiten beschäftigt. Gegen 16.45 Uhr wurde die Straßensperrung aufgehoben. Für die Ursache des Benzinunfalls kämen verschiedene Möglichkeiten in Betracht, über die man aber nicht öffentlich spekulieren wolle, sagte der Polizeisprecher am Freitag. Die Ermittlung der Experten dauerten an, ein Sachverständiger des Landratsamts wurde mit der Überprüfung der Anlage beauftragt. Dies freilich war offenbar bereits in der vergangenen Woche geschehen. Möglicherweise war dabei das Entfernen einer Sicherheitseinrichtung vergessen worden, so dass der Überlauf nicht richtig funktionierte.