Winnenden Kunst und Heilung

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Farbakkorde werden die Eingangshalle des neuen Klinikums in Schwingung versetzen. Dies ist die Grundidee des Sieger-Entwurfs von Burghard Müller-Dannhausen.

Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge, die von Gelb, zu Grün und zu Orange wechseln. Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge, die von Gelb, zu Grün und zu Orange wechseln. Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge, die von Gelb, zu Grün und zu Orange wechseln. Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge. Foto: Gottfried Stoppel

Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge, die von Gelb, zu Grün und zu Orange wechseln.
Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge, die von Gelb, zu Grün und zu Orange wechseln.
Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge, die von Gelb, zu Grün und zu Orange wechseln. Über die Wände erstrecken sich sachte Farbübergänge. Foto: Gottfried Stoppel

Winnenden - Leise Farbakkorde werden die Eingangshalle des entstehenden Rems-Murr-Klinikums in eine sanfte Schwingung versetzen. Dies ist die Grundidee hinter der Arbeit von Burghard Müller-Dannhausen, die am Donnerstagabend zum Sieger des künstlerischen Wettbewerbs um die Gestaltung des Eingangsbereiches gekürt wurde. 120 Künstler hatten ihre Entwürfe eingereicht, über die eine 15-köpfige Jury zu befinden hatte. Acht Arbeiten blieben nach der zweiten gemeinsamen Sichtung übrig. Sie alle sind im Winnender Rathaus ausgestellt.

Zur Jury gehörten Beteiligte des Bauprojekts, Aufsichtsräte und Verwaltungsangehörige des Klinikums, ein Vertreter des Verbands Bildender Künstler Rems-Murr und der Kreissparkasse sowie Landrat Johannes Fuchs und Christian von Holst, der ehemalige Direktor der Staatsgalerie Stuttgart. Die Entscheidung sei am Ende leicht gefallen, sagt von Holst, die Mehrheit sei für die sich über zig Meter erstreckende Wandarbeit von Müller-Dannhausen gewesen. Ihn faszinierten die Rhythmik, die durch die Abstufungen, Übergänge und Kontraste der insgesamt 68 verwendeten Farben entstehe. „Es ist ein großes, ruhiges Band, das die zwangsläufige Unruhe einer solchen Architektur durch farbige Akkorde überspielt und eine positive Wirkung auf die Menschen entfaltet“, sagt Jury-Vorsitzender von Holst. Es entstehe der Eindruck von Bewegung wie bei einem wehenden Vorhang. „Es ist eine leichte und zurückhaltende Bewegung“.

Burghard Müller-Dannhausen befasst sich seit den 1970er Jahren mit Farbskalen und erkundet deren sinnliche und psychische Wirkungen. Über ein paar Ecken ist der 65-Jährige mit der konkreten Kunst verwandt. Er streckt aber seine Fühler offenbar auch in alle anderen Richtungen aus, die sich bei der Erforschung seiner Farbkadenzen als dienlich erweisen. Seit dem Ende seines Kunststudiums an der Frankfurter Städelschule 1976 arbeitet Burghard Müller-Dannhausen freischaffend und lebt in Koblenz. Über seine Arbeitsweise berichtet der Künstler auf seiner Internetseite www.mueller-dannhausen.de: „Die Farb-Beziehungen für die Bilder werden nach und nach erarbeitet und nach zeitlichen Abständen, vor allem nach einer visuellen Abstinenz, von neuem überprüft. Später folgen die weiteren Arbeitsschritte. Dabei geht es um die Organisation der Farbe auf der Fläche.“

Auch die sieben anderen Entwürfe, die es in die Endrunde geschafft haben, sind noch bis 20. Juni im Winnender Rathaus ausgestellt. Augenfällig ist, dass die meisten davon Bezug nehmen zur Pflanzenwelt. Bei einigen Arbeiten lassen sich die einzelnen Gräser, Kräuter oder Wiesenblumen, mit denen die Wände gestaltet werden sollten, sogar bestimmen. Andere bleiben vage vegetabil und entwerfen fantastische Garten- und Unterwasserwelten.




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