Wintereinbruch in Südeuropa Schneechaos in Spanien und Italien

Von SIR/dpa 

Der Winter schlägt in Italien und Spanien zu. Heftige Schneefälle lösen in vielen Regionen Chaos auf den Straßen aus. In Kantabrien befreit das Militär Autofahrer aus ihren feststeckenden Fahrzeugen.

Schnee, wohin das Auge blickt. In Südeuropa hat der Winter mit aller Macht Einzug gehalten, wie zum Beispiel in Matallana de Torío in Nordspanien. Foto: dpa 28 Bilder
Schnee, wohin das Auge blickt. In Südeuropa hat der Winter mit aller Macht Einzug gehalten, wie zum Beispiel in Matallana de Torío in Nordspanien. Foto: dpa

Madrid/Rom - In Spanien und Italien haben Schnee und Dauerregen in etlichen Regionen chaotische Verhältnisse auf den Straßen verursacht. Im Norden Spaniens waren zahlreiche Ortschaften nach heftigen Schneefällen von der Außenwelt abgeschnitten. In den Regionen Kantabrien und Kastilien-León wurden am Donnerstag 300 im Schnee feststeckende Autofahrer von einer Spezialeinheit des Militärs aus ihren Fahrzeugen befreit.

Auf der Ferieninsel Mallorca schneite es im Bergland der Sierra de la Tramuntana. Nach Angaben der Behörden wurden vier Landstraßen gesperrt. Auf der Nachbarinsel Menorca sowie an der Costa Brava im Nordosten des spanischen Festlands peitschte ein Sturm bis zu acht Meter hohe Wellen an die Küste. Das Wetteramt hatte für dieses Gebiet eine Unwetterwarnung mit der höchsten Alarmstufe ausgegeben.

In den Pyrenäen waren mehrere Straßenverbindungen zwischen Spanien und Frankreich wegen des Schnees gesperrt. Auf einigen Bahnlinien fuhren keine Züge. Die Region Kantabrien um die Hafenstadt Santander war für Autofahrer nur über die baskische Metropole Bilbao zu erreichen. Alle anderen Autobahnen und Fernstraßen ins Landesinnere waren wegen der Schneemassen unpassierbar.

Auch Italien hat der Winter fest im Griff

Auch Italien hat der Winter fest im Griff. In den Regionen Ligurien und Piemont fielen wegen heftigen Schneefalls Zugverbindungen aus. Auf verschneiten Autobahnabschnitten in der Toskana, in der Emilia-Romagna und im Norden durften am Donnerstag zeitweise keine Lastwagen fahren, teilte der Autobahnbetreiber mit. Es bildeten sich lange Staus. In Mailand schneite es. In Triest peitschte der Bora-Wind mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 110 Stundenkilometern. In Venedig gab es Hochwasser-Alarm.

Ein Zug ohne Passagiere an Bord entgleiste in Manziana in der Nähe der Hauptstadt, nachdem ein Erdrutsch abgegangen war. Niemand wurde verletzt. Auch in Neapel war die Feuerwehr wegen Dauerregens im Einsatz. In der Nähe von Rom mussten Autofahrer gerettet werden, weil ein Fluss über die Ufer getreten war. Unterdessen verschenkt Papst Franziskus nach Schlafsäcken nun auch Regenschirme an die Obdachlosen der Stadt. Das Winterwetter soll noch bis zum Wochenende anhalten.