Nach 15 Monaten hat Bob-Ass Francesco Friedrich wieder auf einen Weltcup-Sieg in seiner einstigen Paradedisziplin gehofft. Doch ein Teamkollege ist wieder schneller.

Altenberg - Francesco Friedrich kann auch auf seiner Heimbahn kein Zweierbob-Weltcup-Rennen mehr gewinnen. Am Samstag musste sich der Pirnaer mit Anschieber Thorsten Margis Europameister Adam Ammour geschlagen geben, der mit dem Wiesbadener Costa Laurenz fuhr. Mit Bestzeit im zweiten Lauf überholte der Oberhofer mit einer Gesamtfahrzeit von 1:51,41 Minuten noch den zweimaligen Doppel-Olympiasieger, der 0,18 Sekunden Rückstand hatte. Dritter wurde der Südkoreaner Jinsu Kim. 

 

Im Gesamtweltcup übernahm Friedrich vom diesmal nicht gestarteten Weltmeister Johannes Lochner die Führung. Der für Lochner nachnominierte Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach/Eintracht Frankfurt kam mit dem Winterberger Matthias Sommer auf Platz sechs. 

Der Berchtesgadener Lochner musste das Rennen wie auch der Schweizer Michael Vogt nach den schweren Trainingsstürzen im Viererbob absagen. Mittlerweile geht es Lochner und seiner Crew wieder besser. Nach vier Weltcup-Siegen in sechs Rennen gab der Bayer mit Blick auf die WM ab der kommenden Woche in Winterberg Entwarnung. 

Friedrich hatte letztmalig am 2. Dezember 2022 in Park City einen Zweier-Weltcup für sich entschieden. "Wir sind mit der Leistung zufrieden, der Start und die Fahrten waren sehr gut. Da aber die Geraden nicht gespritzt sind, können wir an Erkenntnissen nichts in die WM-Woche mitnehmen. Wir haben ungewöhnlich viel Zeit im zweiten Lauf verloren", sagte Friedrich. Ammour dagegen war happy: "Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut wird. Es war der erste Einsatz von Costa. Die Startzeiten waren gut", sagte der siegreiche Pilot.