Wirte auf den Fildern – Filderhof Da Domenico Als Dank macht der Wirt Musik für seine Gäste

Domenico Lombardo stammt aus Paderborn und hat  italienische Wurzeln. Foto: z/privat
Domenico Lombardo stammt aus Paderborn und hat italienische Wurzeln. Foto: z/privat

Seit 18 Jahren ist Domenico Lombardo Chef des Filderhofs Da Domenico in Stuttgart-Plieningen. Als er das italienische Lokal 1999 übernahm, erhielt er zunächst einmal eine beunruhigende Nachricht.

Stuttgart und Region: Julia Bosch (jub)

Plieningen - Gerade einmal 21 Jahre alt war Domenico Lombardo, als er zum ersten Mal ein Restaurant eröffnete. Zuvor hatte der gebürtige Paderborner mit italienischen Wurzeln fünf Jahre lang die Hotelfachschule auf Sizilien besucht. Dann kam er nach Deutschland und eröffnete ein italienisches Lokal in Aichtal (Kreis Esslingen).

Nach einigen Jahren machte das Restaurant jedoch dicht und Lombardo arbeitete für kurze Zeit bei einer Autovermietung am Stuttgarter Flughafen. „Dann berichtete mir ein Freund, dass der Filderhof in Plieningen einen neuen Pächter sucht. Ich meldete mich – und es klappte.“ Kurz vor seinem Start in Plieningen im Jahr 1999 erhielt Lombardo dann eine beunruhigende Nachricht. „Wir hatten mehrere Wochen lang das Restaurant aufgehübscht, neue Möbel besorgt und die Tür zur Terrasse verlegt. Und dann, genau vom Eröffnungstag an war die Bernhauser Straße, an der das Lokal ja unmittelbar liegt, für ein Jahr lang gesperrt.“ Doch die Sorge, dass durch die Straßensperrung so gut wie kein Gast den Weg in das italienische Restaurant finde würde, stellte sich als unbegründet heraus: „Die Plieninger haben uns sehr gut unterstützt“, sagt er.

Zur Eröffnung eine einjährige Straßensperrung

Generell laufe in der Gastronomie viel über Mund-zu-Mund-Propaganda: „In Plieningen gibt es vergleichsweise viele italienische Restaurants, aber jeder von uns hat seine eigene Linie.“ Bei ihm schätzten die Besucher vor allem die ungewöhnlichen Speisen und Zutaten – wie die Nudeln mit Tinte vom Tintenfisch, die gebackenen Sardellen oder die gegrillten Austernpilze.

Von Mittwoch bis Sonntag hat der 46-Jährige 15-Stunden-Tage. Er kocht, geht in der Mittagspause einkaufen, kümmert sich um Lieferungen und die Buchhaltung. „Seit zwei Jahren haben wir montags und dienstags Ruhetag, nun habe ich mehr Zeit für Privates“, sagt er.

Seine freie Zeit verbringt Lombardo am liebsten im Garten, beim Ausgehen oder Musizieren. Die Musik ist neben dem Kochen sein größtes Hobby. „Immer mal wieder machen wir auch im Restaurant Musik. Ich spiele Gitarre und lasse die Gäste dazu singen“, berichtet er. Hin und wieder veranstalte er auch Livemusikabende mit Jazz- und Bluesmusik. „Mit solchen Erlebnissen kann ich unseren Gästen etwas zurückgeben.“




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