Wissenschaftler erforschen Meerestier Genom-Analyse ergründet bizarres Aussehen der Seedrachen

Ein Seedrache in australischem Gewässer (Archivbild). Foto: dpa/Frank Schneidewind
Ein Seedrache in australischem Gewässer (Archivbild). Foto: dpa/Frank Schneidewind

Wie das eigentümliche Erscheinungsbild der Seedrachen zustande kommt, haben Wissenschaftler nun per Genanalyse geklärt.

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Guangzhou/Konstanz - Seedrachen haben keine Zähne und ähneln vom Äußeren eher einer harmlosen Alge als einem gefährlichen Meerestier. Wie das eigentümliche Erscheinungsbild der Fische zustande kommt, haben Wissenschaftler nun per Genanalyse geklärt. Der Verlust mehrerer Gene habe dazu geführt, dass die Tiere keine Zähne mehr bilden, berichten sie im Fachmagazin „Science Advances“.

Die mit Seepferdchen verwandten Seedrachen saugen Nahrung mit ihrer langen Schnauze ein und schlucken sie dann. An ihrem Körper hängen Hautlappen, die Tangbüscheln ähneln und den Tieren zusammen mit Farbe und Musterung der Haut zur Tarnung dienen. Die Bildung dieser Hautanhängsel wird von Genen gesteuert, die bei anderen Fischen für die Entwicklung von Flossen verantwortlich sind, berichten die Forschenden weiter.

Axel Meyer von der Uni Konstanz beteiligt

Geleitet wurde die Untersuchung von Wissenschaftlern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Guangzhou. Aus Deutschland war der Evolutionsbiologe Axel Meyer von der Universität Konstanz beteiligt. Seedrachen seien Fische, die gar nicht wie typische Fische aussähen. „Sie sind eine besonders faszinierende und wunderschöne Art“, sagte Meyer. Seedrachen (Phyllopetryx taeniolatus) leben vor den Küsten West- und Südaustraliens. Sie gleiten ähnlich den Seepferdchen aufrecht durchs Wasser.

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