„Wissenschaftsministerin des Jahres“ Theresia Bauer holt den Titel

Von red/lsw 

Die grüne Wirtschaftsministerin Theresia Bauer ist zum dritten Mal in Folge vom Deutsche Hochschulverband mit dem Titel „Wissenschaftsministerin des Jahres“ ausgezeichnet worden.

Die 50-jährige Politologin Bauer ist wieder „Wissenschaftsministerin des Jahres“. (Archivfoto) Foto: dpa
Die 50-jährige Politologin Bauer ist wieder „Wissenschaftsministerin des Jahres“. (Archivfoto) Foto: dpa

Stuttgart/Bonn - Die baden-württembergische Grünen-Politikerin Theresia Bauer ist zum dritten Mal zur „Wissenschaftsministerin des Jahres“ gekürt worden. Der Deutsche Hochschulverband (DHV/Bonn) bewertete ihre hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen nach Angaben vom Dienstag mit der Note 2,62. In einer Onlinebefragung des Verbandes wurden ihr Dialogbereitschaft, politische Rationalität und „partiell sogar Exzellenz“ bescheinigt. Auch der Titel des beliebtesten Rektoren ging nach Baden-Württemberg: Professor Stephan Dabbert von der Universität Stuttgart-Hohenheim ging mit der Note 1,65 als „Rektor des Jahres“ aus der Befragung des Verbandes mit 29.500 Mitgliedern hervor. Die Berufsvertreter der Wissenschaftler würdigten damit eine vorbildliche Amtsführung.

Bauer verwies Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) auf Platz 2. Diese erhielt die Note 3,24. Der Durchschnittswert lag bei 3,76. Bauer hatte auch 2013 und 2015 den Titel als beste Wissenschaftsministerin erhalten. In die Amtszeit der 50 Jahre alten Politologin fallen die Abschaffung der Studiengebühren, die Ausweitung der studentischen Mitsprache durch die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft und die höhere Grundfinanzierung der Hochschulen. Bauer sagte zu der Auszeichnung: „Sie zeigt, wie gut Wissenschaft und Politik in Baden-Württemberg zusammenarbeiten.“

Rektor der Uni Hohenheim geehrt

Mit dem Agrarökonomen Dabbert (57) erhält den zum achten Mal vergebenen Rektoren-Preis erstmals ein Hochschulleiter aus Baden-Württemberg. „Ich freue mich sehr darüber. Es ist eine Anerkennung für meine Arbeit, aber insbesondere eine Anerkennung für die gesamte Universität“, sagte Dabbert, der seit 2012 die Uni Hohenheim führt. Nach seiner Ansicht hat seine Dienstherrin die Auszeichnung verdient; sie habe mit dem Hochschulfinanzierungsvertrag über 1,7 Milliarden Euro „ein Meisterstück“ abgelegt. Die 10.000 Euro Preisgeld möchte Dabbert für das Bioökonomie-Projekt „Humboldt reloaded“ einsetzen, bei dem Studenten bereits in den ersten Semestern forschen können.

An der Rektoren-Abstimmung hatten Ende des vergangenen Jahres rund 3200 Wissenschaftler teilgenommen, bei der Wahl des besten Wissenschaftsministers gaben rund 2820 DHV-Mitglieder ihre Stimmen ab. Beide Preise werden am 4. April in Berlin während des 66. DHV-Tages verliehen.