WLB-Weihnachtsstück Ping und Wawas Mupfelstreit

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Am Samstag feiert die Theaterversion des Kinderbuchklassiker „Urmel aus dem Eis“ von Max Kruse Premiere an der Württembergischen Landesbühne Esslingen.

Das Urmel (Mia Leibold) schlüpft aus dem einst tiefgefrorenen Ei – und sorgt fortan auf Titiwu für Aufregung Foto: /Horst Rudel
Das Urmel (Mia Leibold) schlüpft aus dem einst tiefgefrorenen Ei – und sorgt fortan auf Titiwu für Aufregung Foto: /Horst Rudel

Esslingen - Professor Habakuk Tibatong? Wutz? Waran Wawa und Ping Pinguin, die sich dann auch noch um eine „Mupfel“, also eine große Muschel als Kuschelbett, streiten? Der Seeelefant? Es soll Menschen geben, die noch nie die wunderbare Adaption der Augsburger Puppenkiste von Max Kruses Kinderbuch „Urmel aus dem Eis“ gesehen haben. Für andere haben die Geschichte vom „Urrrrmeli“, jenem Wesen, das als eingefrorenes Dinosaurier-Ei auf der Insel Titiwu strandet und dort alles aufmischt, geradezu Suchtcharakter: Man musste die Abenteuer immer wieder sehen.

Atmosphärisch nah dran am Original

In diesem Spannungsfeld ist es natürlich eine Herausforderung für den Regisseur James Lyons und das Ensemble der Jungen WLB, dem Kinder- und Jugendtheaterensemble der Württembergischen Landesbühne (WLB), dieses Buch nun als Weihnachtsstück auf die Bühne des Schauspielhauses zu bringen. Am Samstag, 16. November, um 16 Uhr steigt die Premiere. Rund 80 Minuten später werden eingefleischte Urmel-Fans dann wissen, ob das Abenteuer gelungen ist.

Grundsätzlich halte man sich sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch an die Buchvorlage, versprechen sowohl James Lyons als auch Oliver Krämer, der die Musik beisteuert. Allerdings sei die Musik etwas moderner – und zudem gibt es in dem Stück eine zusätzliche Ebene. Denn ob Professor Tibatong, der den Tieren das Sprechen beibringt und stets von der Existenz des Urmels überzeugt gewesen ist, aus seinem Museum, wo ihm die Kündigung durch Dr. Zwengelmann droht, tatsächlich nach Titiwu flieht, oder ob die abenteuerliche Reise eine Flucht in die eigene Fantasie ist, das soll in der Theaterversion eine wichtige Rolle spielen.

In erster Linie ein Riesenspaß

Diese Frage soll auch im von Esther Bätschmann entworfenen Bühnenbild ihren Ausdruck finden. Das Wichtigste aber: Alle Zuschauer von vier Jahren an sollen einen riesigen Spaß an dieser Theaterfassung von „Urmel aus dem Eis“ haben. Weitere Vorstellungen in Esslingen gibt es am 15., 22. und 26. Dezember.