Wochenmarkt in Stuttgart-Ost Markttreiben bald vor der Stadtteilbücherei

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Der Wochenmarkt beim Ostendplatz kann auch in der zweiten Jahreshälfte 2016 stattfinden. Bei einer Begehung mit der Branddirektion wurde der Platz an der Schönbühlstraße vor der Stadtteilbücherei als Ausweich-Marktplatz bestimmt. Der Markt muss weichen, weil die Fläche für einige Monate als Parkplatz benötigt wird.

Auf der Fläche vor der Stadtteilbücherei und auf dem angrenzenden Abschnitt der Schönbühlstraße (oberes Foto) wird der Wochenmarkt Ostendzentrum künftig stattfinden. In der Landhausstraße (unten) haben nicht alle Anwohner zugestimmt. Foto: Jürgen Brand
Auf der Fläche vor der Stadtteilbücherei und auf dem angrenzenden Abschnitt der Schönbühlstraße (oberes Foto) wird der Wochenmarkt Ostendzentrum künftig stattfinden. In der Landhausstraße (unten) haben nicht alle Anwohner zugestimmt. Foto: Jürgen Brand

S-Ost - Der Wochenmarkt am Ostend­zentrum ist erst einmal gerettet: Er wird für die zweite Jahreshälfte auf den Platz vor der Stadtteilbücherei an der Schönbühlstraße ausweichen. Das ist das Ergebnis einer Begehung mit Vertretern der Märkte Stuttgart GmbH, der Brand­direktion und dem Amt für öffentliche Ordnung sowie der Bezirksvor­steherin von Stuttgart-Ost, Tatjana Strohmaier. Der beliebte Wochenmarkt wird voraussichtlich von Anfang August an bis zum Jahresende auf dem Ausweichplatz stattfinden.

Die Zukunft des Wochenmarktes, dessen Stammplatz das Gelände in der Verlängerung der Jakob-Holzinger-Gasse beim Ostendplatz ist, war, wie berichtet, kurzzeitig gefährdet gewesen. In der zweiten Jahreshälfte wird die große Rewe-Tiefgarage saniert, die SSB als Eigentümer des gesamten Quartiers ist vertraglich verpflichtet, für die Bauzeit ausreichend Ersatzparkplätze zur Verfügung zu stellen. Das ist nur auf der Fläche möglich, die freitags vom Wochenmarkt belegt ist. An allen anderen Tagen ist das Areal ohnehin ein kostenpflichtiger Parkplatz.

Nicht alle Anwohner an der Landhausstraße stimmten zu

Der Bezirksbeirat hatte als Ausweichplatz die Landhausstraße in dem Abschnitt vom Ostendplatz bis zum Eduard-Pfeiffer-Platz vorgeschlagen. Dort hätten aber die Anwohner mit privaten Stellplätzen eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben müssen, dass sie zur Zeit des Wochenmarkts an den Freitagen auf die Zu- und Abfahrt verzichten. Außerdem wären zu Wochenmarktzeiten rund 40 öffentliche Parkplätze weggefallen.

Bei der Begehung wurde klar, dass nicht alle Anwohner bereit waren, die erforderliche Erklärung abzugeben. Die Branddirektion hatte gegen die Nutzung des Abschnitts der Landhausstraße keine Einwände, weil im Falle eines Brandes in einem der Häuser auch zu Wochenmarktzeiten problemlos Leitern hätten angelegt werden können.

An der Schönbühlstraße fallen beim Markt nur 20 Stellplätze weg

Die verkehrsberuhigte platzähnliche Fläche vor der Stadtteilbücherei erwies sich bei der Begehung als noch unproblematischer. Bei Nutzung des Platzes und des Abschnitts der Schönbühlstraße bis zur Einmündung der Julienstraße fallen zur Zeit des Wochenmarkts nur rund 20 öffentliche Stellplätze weg, Zufahrten zu privaten Parkplätzen oder Garagen gibt es dort nicht. Auch die Branddirektion hatte keine Einwände gegen die Nutzung dieser Fläche als Ausweich-Marktplatz.

Der Leiter der Märkte Stuttgart GmbH, Axel Heger, ist mit dieser Lösung hochzufrieden. „Alle 21 Marktbeschicker finden dort uneingeschränkt Platz“, sagt er. „Und die Kunden müssen auch nicht groß umdenken, weil der Standort nur 100 Meter vom bisherigen Marktplatz entfernt ist.“

Beschicker und Kunden werden informiert

Schon für den Wochenmarkt am heutigen Freitag auf dem Stammplatz will Heger die Beschicker entsprechend informieren lassen, damit diese den neuen Standort schon an die Kunden weitergeben können. In den vergangenen Wochen hatte das Thema beim Markt immer wieder für Diskussionen und auch für Verunsicherung und Verärgerung gesorgt.

Im Juli sollen dann Flyer und Handzettel verteilt werden. Nach dem Umzug ist eine Ausschilderung zum neuen Standort mit Aufstellern geplant. Axel Heger hofft, dass sich die entstandene Aufregung jetzt auch schnell wieder legt.

Auch die Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier ist mit der jetzt gefundenen Lösung zufrieden. Die Lokalpolitikerin erhofft sich dadurch auch eine Aufwertung der Fläche zwischen der Stadtteilbücherei und dem Leo-Vetter-Bad.

In Stuttgart gibt es insgesamt 30 Wochenmärkte, der am Ostendplatz fand zum ersten Mal vor mehr als 25 Jahren statt. Nach Angaben des Märkte-Chefs Heger läuft der Markt hervorragend, auch die Beschicker seien rundum zufrieden.

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