124 Wohnungen sollen in Gerlingen zwischen der Kupfer- und der Hofwiesenstraße neu entstehen. Erste Altgebäude sind abgerissen. Bis wieder neue Bewohner einziehen können, dauert es.
Das große Wohnbauprojekt des Bau- und Wohnungsvereins Stuttgart (BWV) an der Kupfer- und der Hofwiesenstraße in Gerlingen schreitet mit großen Schritten voran. Die ersten beiden Bestandsgebäude in der Hofwiesenstraße 4 bis 8 und Schillerstraße 44 bis 48 sind im Laufe des Sommers abgerissen worden.
Auf dem Planfeld, das rund 1,5 Hektar umfasst, gab es ursprünglich in vier Baureihen Wohnhäuser in Siedlungsbauweise. Drei davon sind im Besitz der BWV, eine Baureihe gehört der Landesbaugenossenschaft der Finanzbeamten. Das Gebiet im Gerlinger Norden ist östlich und westlich abgegrenzt von der Kupferstraße und der Hofwiesenstraße sowie im Norden und Süden von der Schillerstraße und der Straße Wettegraben.
124 Wohnungen und ein Quartierstreff entstehen
Die Planungen des BWV sehen vor, dass ihre drei bestehenden Baureihen mit bislang 88 Wohneinheiten nach und nach abgerissen und durch acht neue Baukörper mit 124 Wohnungen ersetzt werden. Zudem soll in einem der Gebäude ein Quartierstreff entstehen. Für einen Großteil der Fahrzeuge der künftigen Bewohner wird es Tiefgaragenstellplätze geben. Insgesamt will der BWV auf diese Weise 9400 Quadratmeter neue Wohnfläche schaffen, wie eine Sprecherin des Wohnbauvereins auf Anfrage mitteilt.
Die jetzt im ersten Bauabschnitt abgebrochenen Gebäude nehmen demnach den größeren Teil des Baufeldes ein. Derzeit erfolge das Recycling des Abbruchmaterials vor Ort. „Erst nach der Baufertigstellung des ersten Bauabschnittes und dem Umzug der Bestandsmieter, wird das Haus Schillerstraße 50-54 für den zweiten Bauabschnitt abgerissen“, so die Sprecherin. Stand jetzt soll dies ab Herbst 2027 geschehen.
Eine Bestandsanalyse hatte ergeben, dass die Erhaltung und die Sanierung der bisherigen Wohnblöcke aus den 1960er Jahren nicht sinnvoll sei.
Bewohner aus 31 Haushalten mussten vor dem jetzt erfolgten Abriss der ersten Gebäude umgesiedelt werden. „Sämtliche betroffenen Mietparteien aus dem ersten Bauabschnitt wurden durch uns nach individuellem Bedarf bei der Wohnungssuche und dem Umzug unterstützt“, betont die Sprecherin. Wer von den Altmietern den Wunsch habe, so der BWV weiter, könne sich für eine Wohnung im dann neuen Quartier vormerken lassen.
Sozialbauanteil liegt bei rund einem Drittel
Mit den Rohbauten soll auf dem aktuell frei werdenden Areal schon Ende Januar 2026 begonnen werden. Bezugsfertig sein sollen die ersten sechs Wohnhäuser mit 96 Wohnungen des ersten Bauabschnitts nach Auskunft des BWV im Herbst 2027. Die zwei Siedlungshäuser des zweiten Bauabschnitts mit 28 Wohnungen würden nach den aktuellen Planungen 2029 fertiggestellt.
Bei den geplanten Wohnungen handelt es sich um Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Balkonen oder Terrassen, die mit Aufzügen erreichbar sind. Der Sozialbauanteil an den geplanten Wohneinheiten soll nach Auskunft der Stadtverwaltung bei rund 30 Prozent liegen.