Wohnbau in Lichtenwald Grünes Licht für Projekt im Ortskern von Thomashardt
Im Zentrum des Lichtenwalder Ortsteils Thomashardt (Kreis Esslingen) sollen alte Gebäude neuem Wohnraum weichen. Zuerst muss das Gelände erschlossen werden.
Im Zentrum des Lichtenwalder Ortsteils Thomashardt (Kreis Esslingen) sollen alte Gebäude neuem Wohnraum weichen. Zuerst muss das Gelände erschlossen werden.
Die seit einiger Zeit angestrebte städtebauliche Neuordnung im Ortskern von Thomashardt kann beginnen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die Erschließung eines versteckt in zweiter Reihe westlich der Hauptstraße liegenden Areals auszuschreiben und ein Ingenieurbüro damit zu beauftragen. Zwei leer stehende Gebäude dort sollen abgebrochen werden. Im Anschluss soll in dem Gebiet Wohnraum entstehen. Die Gemeinde rechnet mit Kosten von rund 400 000 Euro.
Im vergangenen Jahr hatte der Lichtenwalder Gemeinderat einen Bebauungsplan aufgestellt, mit dem das Gebiet beim Thomashardter Rathaus entlang der Hauptstraße und ein rückwärtiges Areal neu gestaltet und aufgewertet werden können. Der Bebauungsplan ist seit einiger Zeit rechtskräftig, sodass es nun es möglich wird, Innenentwicklung und Nachverdichtung des Ortskerns voranzutreiben, den Bereich städtebaulich neu zu ordnen und teilweise zu erschließen und damit in der Gemeinde dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.
Westlich der Hauptstraße finden sich sanierungsbedürftige Häuser und gut bebaubare, allerdings nicht öffentlich erschlossene Grundstücke. Dort hat die Gemeinde zwei leer stehende Gebäude erworben und einen Grundstückstausch durchgeführt. Der Gemeinderat hat nun einstimmig grünes Licht für die Ausschreibung der Erschließung des Areals und die vorbereitenden Arbeiten für den Bau von Wohnungen gegeben.
Zunächst muss aber eine Baustellenzufahrt eingerichtet werden. Einige Mäuerchen und Grundstücksbefestigungen müssen weichen, die Bäume auf dem Gelände gefällt werden.
Im Anschluss wird eine Trinkwasserleitung neu gebaut, ebenso muss ein Abwasserkanal verlegt und an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Leitungen und Kabelschächte für Strom und Glasfaser müssen verlegt, eine Straßenbeleuchtung eingerichtet werden. Die Zufahrt zu den Grundstücken wird über eine neue asphaltierte Stichstraße und einen Wendehammer möglich sein. Drei öffentliche Stellplätze sollen entstehen, eine Grünfläche mit Baum ist vorgesehen.
Die Gemeindeverwaltung rechnet bei den Kosten für die Erschließungsarbeiten mit insgesamt rund 300 000 Euro. Für den Gebäudeabbruch sind weitere 100 000 veranschlagt. Die Summen sind im Haushalt 2025 sowie auch im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Wasser eingeplant. Wie Bürgermeister Ferdinand Rentschler auf eine Nachfrage aus dem Gremium sagte, wird anders als bei anderen Erschließungsvorhaben von Bauland kein Gewinn in der Gemeindekasse verbucht werden. Aufgrund der hohen Kosten werde das Ganze „ein Nullsummenspiel“ werden, das allerdings eine wesentliche Aufwertung des Ortsbilds und einen großen Zugewinn an Aufenthaltsqualität für die Ortsmitte von Thomashardt mit sich bringen werde.