Wohnungsbau auf dem Güterbahnhof-Areal Das erste Wohnbauprojekt im Neckarpark

Architekt Christian Bergmann, OB Frank Nopper, Daniel Hannemann und Lis Hannemann-Strenger (von links) bei der Grundsteinlegung für das Parkside-Projekt. Foto: Lg/Ferdinando Iannone

Oberbürgermeister Frank Nopper feierte am Freitag Grundsteinlegung mit der Strenger-Gruppe . Bis 2024 sollen in dem 22 Hektar großen Neubaugebiet Neckarpark fast 90 Wohnungen und eine Kita fertig sein.

Redaktionsleiter: Uli Nagel (uli)

Mit der Ludwigsburger Strenger-Gruppe feierte jetzt das erste Wohnbauunternehmen in dem 22 Hektar großen Neubaugebiet Neckarpark zusammen mit Stuttgarts OB Frank Nopper Grundsteinlegung für ein Projekt, das den Namen „Parkside“ trägt und mit dem bis Ende 2024 rund 90 Wohnungen, eine Kita sowie drei Gewerbeeinheiten realisiert werden sollen.

 

Zwei Dinge erfüllen Lis Hannemann-Strenger dabei mit Stolz: „Wir sind das einzige Privatunternehmen, das auf dem Güterbahnhof-Areal Gelände kaufen und entwickeln durfte“, sagt die Geschäftsführerin. Zudem habe man mit Hadi Teherani einen weltweit renommierten Architekten für das Projekt gewinnen können.

Erstes Projekt des Architekten Hadi Teherani in Stuttgart

Der gebürtige Iraner hat sich in Deutschland unter anderem durch seine Kranhäuser am Kölner Rheinufer und den „Tanzenden Türmen“ an der Reeperbahn in Hamburg einen Namen gemacht. Das „Parkside-Projekt“ ist der erste Aufschlag des Star-Architekten in Stuttgart.

Lis Hannemann-Strenger erinnerte allerdings auch an den beschwerlichen Weg, den ihr Unternehmen seit 2016 gegangen ist, nachdem das Grundstück erworben worden war. Heilwasserschutzgebiet, Mineralölfunde im Boden, Einsprüche und Neuplanungen – jede Menge Hindernisse mussten aus dem Weg geräumt werden. Bei einer Sitzung mit der Stadt Stuttgart seien mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sämtlicher beteiligter Ämter am Diskutieren gewesen. „Deren Wunschzettel wurde immer länger und unsere Nerven immer dünner“, sagte die Geschäftsführerin. Nachdem die Baugenehmigung vorlag, konnte Anfang 2022 endlich der Baustart für das „Parkside-Projekt“ mit rund 90 Wohneinheiten erfolgen.

Für OB Frank Nopper ein „Tag des Glücks“

Erfreulich auch für OB Frank Nopper. Stuttgarts Rathaus-Chef hat in den vergangenen Monaten viel Kritik und Rückschläge (die EnBW legte ihre Baupläne in Stuttgart-Ost auf Eis) einstecken müssen, da beim Wohnungsbau die Zielvorgaben der Landeshauptstadt wieder nicht erreicht wurden.

„Heute ist ein Tag des Glücks“, sagte Nopper angesichts der Wohnungsnot, Zurückhaltung in der Baubranche und rückläufigen Bauanträgen. Sein Dank gilt dem Unternehmen Strenger, das – trotz aller Widrigkeiten und Baupreissteigerungen – mit dem Bau von 90 Wohnungen, darunter elf geförderten, beginnt. Er wisse sehr wohl, dass diese Zahl angesichts des fehlenden günstigen Wohnraums zu Kritik führen könne. „Doch auch hochwertige Wohnungen gehören heute zu einer sinnvollen, sozialen Mischung eines Neubaugebiets und entschärfen die angespannte Lage.“ Bis 2024 entstehen 60 Eigentums- und 29 Mietwohnungen, eine Kita für vier Gruppen sowie drei Gewerbeeinheiten. 30 Prozent Dach- und Fassadenbegrünung werden realisiert, allein der Innenhof bekommt 18 Bäume.

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