Wohnungsbau in Hildrizhausen Gemeinde sagt Bauprojekt im Rosneäcker ab

Auf einer gemeindeeigenen Fläche an der Ecke Tübinger Straße/Dinkelstraße sollte bezahlbarer Wohnraum entstehen. Foto: Yvonne Perlich

Die Gemeinde Hildrizhausen wollte auf einem Grundstück im Rosneäcker bezahlbaren Wohnraum schaffen – doch das funktioniert an dieser Stelle nicht.

Die Gemeinde Hildrizhausen hat vorerst ein soziales Bauprojekt im Gebiet Rosneäcker auf Eis gelegt. Gründe dafür gibt es mehrere, einer davon: Der Bebauungsplan lässt das Vorhaben nicht zu.

 

Eigentlich sollte an der Ecke Tübinger Straße/Dinkelstraße bezahlbarer Wohnraum auf einem gemeindeeigenen Grundstück entstehen. Doch die Fläche von 720 Quadratmeter sei zu klein für die Schaffung der notwendigen Stellplätze und eine Tiefgarage zu teuer. Endgültiges K.o.-Kriterium jedoch war, dass der Bebauungsplan den notwendigen Geschosswohnungsbau auf dem betreffenden Grundstück nicht zulässt.

Der Bürgermeister rät dringend ab

Zwar könne die Gemeinde das Bauplanungsrecht ändern, doch nachdem privaten Bauherren keine Abweichung oder Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zugestanden worden wäre, riet Bürgermeister Matthias Schöck (parteilos) von diesem Schritt dringend ab.

Die Ratsrunde war sich entgegen dem Verwaltungsvorschlag einig, das unbebaute Grundstück vorerst nicht für die ursprünglich geplante private Reihen- oder Doppelhausbebauung zu veräußern, sondern im Gemeindebesitz zu behalten. Freie-Wähler-Rat Michael Holder und andere drängten auf eine „Entscheidung erst später“.

Möglicherweise könne die Fläche dann getauscht werden und das weiterhin „im Blick behaltene“ Vorhaben zur Umsetzung „bezahlbaren Wohnraums“ an anderer Stelle in der Gemeinde realisiert werden.

Ärger beim Feuerwehrgerätehaus

Zudem werden die Abdichtungsarbeiten für die Sanierung und Erweiterung des Hildrizhausener Feuerwehrgerätehauses neu ausgeschrieben. Mit einstimmigem Beschluss hob der Gemeinderat die ursprüngliche Ausschreibung auf. Nur ein Angebot war eingegangen, und das lag mit fast 100 000 Euro um rund 23 Prozent über der Kostenberechnung. „Unangemessen hoch“, so die einhellige Meinung im Gremium. „Wir wollen damit auch ein Stück weit ein Zeichen setzen“, sagte Matthias Schöck.

Acht Firmen waren zur Angebotsabgabe aufgefordert worden, aber lediglich zwei Firmen riefen die Ausschreibungsunterlagen ab, und nur eine machte ein Angebot. Das lag knapp 18 500 Euro über der ursprünglichen Kostenberechnung. Außerdem lassen sich die Mehrkosten nach Prüfung durch das beauftragte Architekturbüro archiplan keiner speziellen Position zuordnen.

Eine Verzögerung des im April begonnenen Projekts der Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Gesamtvolumen von 1,3 bis 1,4 Millionen Euro befürchtet die Hildrizhausener Gemeindeverwaltung nach Rücksprache mit den Architekten nicht. „Wir haben genügend Zeitpuffer eingeplant“, erklärte Matthias Schöck.

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