Die SWSG investiert in die Abelsberg- und Rotenbergsiedlung. Das Besondere in der Rotenbergsiedlung ist, dass die Gebäude unter Einzeldenkmalschutz stehen.

Lokales: Jürgen Brand (and)

Ostheim - Für die Entwicklung eines Stadtbezirks ist ein zeitgemäßes und bezahlbares Angebot an Wohnungen wichtiger denn je. Die sich verändernde Altersstruktur erfordert ein größeres Wohnungsangebot für Senioren, soll ein Stadtbezirk nicht überaltern, müssen auch Familien geeigneten Wohnraum finden. Im Stuttgarter Osten und speziell in Ostheim wird dafür seit geraumer Zeit eine ganze Menge getan. In dem Quartier Rotenberg-/Raitelsberg-/Alfredstraße hat der Bau- und Wohnungsverein Stuttgart (BWV) 25 Millionen Euro in das Projekt „Wohnen in Ostheim“ investiert, wo 134 neue, zum Teil barrierefreie Wohnungen entstehen oder schon entstanden sind.

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) ist ebenfalls in Ostheim aktiv. Nicht weit vom BWV-Projekt entfernt, im Nelkenweg, werden die Gebäude und Wohnungen seit Dezember modernisiert. In den Gebäuden mit den Hausnummern 2 bis 10 gibt es bisher ausschließlich Drei-Zimmer-Wohnungen. Um besser auf die Bedürfnisse von Familien und Senioren eingehen zu können, werden diese 30 Wohnungen nun in Ein- bis Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen umgewandelt. Gleichzeitig werden die Wohnungen energetisch modernisiert, die Bäder werden erneuert, der Schallschutz bei Fenstern und Decken wird verbessert, die Fenster und Türen werden ausgetauscht. Viele Wohnungen bekommen Balkone. In die Häuser wird eine Zentralheizung mit Fernwärmebetrieb eingebaut. Die Außenanlagen werden komplett barrierefrei umgestaltet, ein neuer Spielplatz ist ebenfalls geplant.

Sanierung kostet vier Millionen Euro

Die Sanierung der Häuser am Nelkenweg wird nach SWSG-Angaben rund vier Millionen Euro kosten. Sie ist der erste Bauabschnitt der Gesamtmodernisierung der Abelsbergsiedlung. Die Siedlung besteht aus insgesamt 220 Wohnungen. Sie sollen in sieben Bauabschnitten modernisiert werden. Mit dem letzten Bauabschnitt soll im Jahr 2018 begonnen werden.

Auch in der Rotenbergsiedlung hat die SWSG mit der Modernisierung begonnen. Das Besondere dabei ist, dass die Gebäude unter Einzeldenkmalschutz stehen. Deswegen wird die Denkmalschutzbehörde bei allen Maßnahmen einbezogen. Das führt beispielsweise dazu, dass nicht etwa neue Kunststofffenster eingebaut werden, sondern neue Holzfenster mit originalgetreuen Klappläden, um den ursprünglichen Charakter der Siedlung zu bewahren.

Ende 2012 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein

Die 24 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in der Rotenbergstraße 77 bis 81 sollen bis Ende 2012 wieder bezugsfertig sein. Die Räume dort werden vor allem im Hinblick auf ältere Mieter umgestaltet. So werden die Zimmertüren verbreitert, der Balkonzugang wird barrierefrei, sämtliche Schwellen in den Wohnungen werden abgebaut und in den Erdgeschoss-Wohnungen sind altenfreundliche Bäder mit Flachduschen vorgesehen. Dieser erste Bauabschnitt in der Rotenbergsiedlung wird 2,8 Millionen Euro kosten. Alle 150 Wohnungen in der alten Siedlung sollen in insgesamt vier Bauabschnitten bis im Jahr 2015 modernisiert sein.

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