Wohnungsbau Streit über Flächenzuteilung in Neubaugebiet

Das Neubaugebiet Langenäcker-Wiesert in Stammheim ist durch einen Rechtsstreit blockiert. Foto: Chris Lederer
Das Neubaugebiet Langenäcker-Wiesert in Stammheim ist durch einen Rechtsstreit blockiert. Foto: Chris Lederer

Im Neubaugebiet Langenäcker-Wiesert in Stammheim könnte seit zwei Jahren gebaut werden. Der Streit zwischen einem Wohnbau-Unternehmen und der Stadt verhindert dies.

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Stuttgart - Der Streit zwischen der Firma Wohnbau Layher (Besigheim) und der Landeshauptstadt über die Zuteilung von Grundstücken im geplanten Neubaugebiet Lagenäcker-Wiesert und über die Art der Bebauung soll an diesem Mittwoch vor dem Landegericht Stuttgart verhandelt werden. Sollten die Parteien nicht im letzten Augenblick absagen, dann beginnt die Verhandlung im fünften Anlauf um 14 Uhr im Saal 155 (Urbanstraße 20). Weder Layher noch die Stadt wollten sich am Dienstag zu dem Verfahren äußern. Man wolle die Entscheidung des Gerichts abwarten, hieß es bei beiden Parteien.

Neben der Stadt und Layher hoffen 200 Familien aus Stammheim, die für ein Stück Scholle Schlange stehen, auf eine baldige Entscheidung des Gerichts in dem Grundstückstreit. Solange es keine Einigung oder ein Urteil gibt, kann der Umlegungsplan für die Flächen in dem Neubaugebiet von der Stadt nicht in Kraft gesetzt werden. An eine Bebauung der bisherigen Wiesen, auf denen bis zu 320 Wohnungen geplant sind, ist damit nicht zu denken. 90 der Einheiten will die Stadt für junge Familien fördern.

Kauf der Stadt könnte den Streit lösen

Ursprünglich hatten sich zwei Grundstückskäufer mit der Zuteilung nicht einverstanden erklärt. Eine Privatperson wurde von der Stadt durch den Kauf ihrer Fläche abgefunden. Darüber informierte die Verwaltung die Stadträte im nicht öffentlich tagenden Umlegungsausschuss. Die Wohnbaufirma, die seit Jahrzehnten in der gesamten Region tätig ist, will die unterschiedliche Auffassung vor Gericht geklärt wissen. Sie hatte dem Vernehmen nach von drei Eigentümern im Neubaugebiet Flächen erworben, wolle aber, hieß es im Ausschuss, darauf keinen geförderten Wohnraum nach dem städtischen Modell für preiswertes Wohneigentum erstellen. Möglich wäre, dass die Stadt die Grundstücke kauft und in einer Ausschreibung an einen Bauträger vergibt, der sich für geförderten Wohnungsbau entscheidet.

Der Rechtsstreit blockiert die Entwicklung des Gebiets seit inzwischen zweieinhalb Jahren. Bereits im Februar 2014 hatte der Gemeinderat mit der Stimme von OB Fritz Kuhn (Grüne) der umstrittenen Bebauung zugestimmt. Kuhn votierte damals gegen die Grünen-Fraktion.




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