Kommentar zu Einbrüchen in Stuttgart und Region Es gibt keinen Grund zur Entwarnung

Von Wolf-Dieter Obst 

Die Zahl der Einbrüche in Stuttgart und der Region sinkt weiter. Doch ob dieser Trend anhält, ist ungewiss. Von einer Entwarnung kann aber nicht die Rede sein, kommentiert unser Redakteur Wolf-Dieter Obst.

  Foto: Sinan Muslu/ Adobestock
  Foto: Sinan Muslu/ Adobestock

Stuttgart - Das ist doch erfreulich: Die Zahl der Wohnungseinbrüche geht weiter zurück. In Stuttgart, in den Landkreisen in der Region, im ganzen Land. Der Trend für 2018 ist jedenfalls sonnig, weil die reisenden Einbrecherbanden ganz offensichtlich in der Ferienzeit nicht im Südwesten unterwegs waren.

Das kann viele Gründe haben. Die Polizei scheint mit ihren Verkehrsfahndungen und Präventionsmaßnahmen den Tätern durchaus auf die Pelle zu rücken. Und auch die verschärfte Gesetzgebung, seit einem Jahr in Kraft, kann Eindruck gemacht haben. Die Täter wissen, dass bei einem Einbruch mindestens ein Jahr Haft drohen kann – da wägt man schon mal Risiko und Ertrag ab. Bei georgischen Tätergruppierungen etwa hat man durchaus festgestellt, dass diese auf gewerbliche Ladendiebstähle umgeschwenkt sind.

Tipps, es den Tätern so schwer wie möglich zu machen

Doch es gibt keinen Grund für Entwarnung. Trends können in wenigen Wochen wieder ganz anders aussehen. Und die relativ hohen Aufklärungsquoten der Polizei bedeuten auch nur, dass diese bei etwa 20 Prozent liegen. Vier von fünf Taten bleiben also ungeklärt. Und deshalb gilt nach wie vor: Augen auf und es den Tätern so schwer wie möglich machen. Mit besserem Einbruchschutz an Fenstern und Türen, mit automatischem Licht am Abend, mit gegenseitigem Aufpassen in der Nachbarschaft. Denn ein Einbruch ist mehr als der Verlust von Wertsachen. Für viele Betroffene sind die psychischen Folgen enorm.




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