Wohnungsnot in Baden-Württemberg Zahl der Neubauwohnungen 2018 kaum gestiegen

Von red/dpa 

Wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte, ist die Zahl der neuen Wohnungen im Land 2018 kaum gestiegen – damit bleibt eine große Lücke. In den Zahlen zeigen sich auch die Schattenseiten des Stuttgarter Baubooms.

Zuletzt ging die Zahl der Baugenehmigungen zurück. (Symbolbild) Foto: dpa
Zuletzt ging die Zahl der Baugenehmigungen zurück. (Symbolbild) Foto: dpa

Stuttgart - Die Zahl der neuen Wohnungen im Land ist 2018 kaum gestiegen. Landesweit waren im vergangenen Jahr 34 833 Neubauwohnungen bezugsfertig, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Das waren zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Hinzu kamen 3600 Wohnungen, die nach Um- oder Ausbaumaßnahmen wieder zur Verfügung standen. Insgesamt konnten so 38 433 Wohnungen fertiggestellt werden. Damit bleibt eine große Lücke. Das Wirtschaftsministerium geht auf Basis einer Studie aus dem Jahr 2017 bis 2020 von einem jährlichen Neubaubedarf von 65 000 Wohnungen aus.

Schattenseiten des Baubooms

In den Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen sich auch die Schattenseiten des Baubooms: 90 190 Wohnungen, für die 2018 oder früher schon eine Genehmigung vorlag, seien noch nicht fertiggestellt worden. Für rund zwei Prozent dieser Wohnungen ist die Baugenehmigung bereits wieder erloschen. 2018 waren rund 41 578 Neubauwohnungen zum Bau freigegeben worden - ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kamen 4673 Genehmigungen an Bestandsgebäuden.

Zuletzt ging die Zahl der Baugenehmigungen aber zurück. In den Monaten Januar bis März sank die Zahl der Freigaben für Neubauten um 21 Prozent auf 8339, die für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden um elf Prozent auf 975.

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