World Challenge Cup in Portimao Olympiasiegerin Darja Varfolomeev bleibt erstmals seit vier Jahren ohne Medaille

, aktualisiert am 21.05.2026 - 12:14 Uhr
Im Finale mit Band landet die Olympiasiegerin auf dem achten Platz. Foto: IMAGO/Beautiful Sports

Gold und Silber für die Athletinnen der Nationalgruppe, aber kein Edelmetall für Olympiasiegerin Darja Varfolomeev beim World Challenge Cup der Rhythmischen Sportgymnastik in Portimao.

Gemischte Gefühle bei den deutschen Gymnastinnen beim World Challenge Cup in Portimão: Die Nationalgruppe, die im Stützpunkt in Schmiden trainiert, gewann in der südportugiesischen Hafenstadt Gold und zweimal Silber. Für die Olympiasiegerin und vielfache Weltmeisterin Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden, die zuletzt noch mit dreimal Gold beim Weltcup in Baku geglänzt hatte, dagegen lief es ungewohnt schwierig.

 

Isabell Sawade, die deutsche Teamchefin für Rhythmische Sportgymnastik, hat kurz überlegen müssen. „Es ist das erste Mal seit vier Jahren, dass Darja in einem großen internationalen Wettkampf keine Medaille holt“, sagte sie dann. Anlass zur Besorgnis gebe es aber nicht, erklärte sie nach einem Telefonat mit Trainerin Yuliya Raskina und der Gymnastin. „Es ist nichts Außergewöhnliches geschehen, Darja hat einfach einen schlechten Tag erwischt.“

Nur Platz sechs mit dem Reifen für Darja Varfolomeev. Foto: Bruna Prado/AP/dpa

Im Mehrkampf landete die 19-Jährige, die 2025 bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres Zweite wurde, nach mehreren Geräteverlusten in den Übungen mit dem Ball und den Keulen auf Rang neun. Darja Varfolomeev qualifizierte sich aber für die Endkämpfe mit Reifen und Band. Doch auch in den Finals lief es nicht nach Plan – die Gymnastin wurde Sechste mit dem Reifen und Achte mit dem Band. Es sei ein „Wochenende zum schnellen Abhaken“, sagt Isabell Sawade und blickt trotzdem gelassen nach vorn auf die nächste große Aufgabe, die Europameisterschaften Ende Mai in Varna in Bulgarien.

Darja Varfolomeev: Ein Wochenende zum Abhaken in Portimao

Deutlich positiver verlief der World Challenge Cup für Viktoria Steinfeld, die zweite deutsche Einzelstarterin. Die ebenfalls für den TSV Schmiden startende Gymnastin belegte nach vier soliden Übungen Platz 14 im Mehrkampf und erreichte mit dem Band das Gerätefinale. Dort steigerte sie ihre Wertung nochmals deutlich und kam mit 27,50 Punkten auf den fünften Platz.

Für das sportliche Ausrufezeichen aus deutscher Sicht sorgte in Portugal die Nationalgruppe mit Helena Ripken, Anja Kosan, Emilia Wickert, Alina Ott, Anna-Maria Shatokhin und Alisa Datsenko. Im Mehrkampf gewann das deutsche Sextett Silber hinter Spanien und vor Israel. In den Gerätefinals am Sonntag bestätigte die deutsche Gruppe ihre starke Form. Mit fünf Bällen gewann das Team mit 27,700 Punkten erneut Silber hinter Spanien (27,900) und vor Israel (26,500).

Den Höhepunkt setzte die deutsche Formation schließlich mit drei Reifen und zwei Paar Keulen. Als letzte Gruppe des Wettbewerbs holten die deutschen Gymnastinnen mit 28,550 Punkten die höchste Wertung und gewannen Gold vor Israel und Spanien. „Das Beste kam zum Schluss“, sagt Teamchefin Isabell Sawade.

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