In Flandern ist ein Begriff mit Bezug zur Corona-Pandemie zum Wort des Jahres gewählt worden: Was es mit „Knaldrang“ auf sich hat.

Brüssel - Eine Bürgerjury entschied sich für „knaldrang“ - also den Drang, es knallen oder krachen zu lassen, wie belgische Medien am Dienstagabend berichteten. Das Wort landete mit gut 37 Prozent der Stimmen auf Platz eins.

Laut dem flämischen Rundfunksender VRT ist „knaldrang“ ein vor allem bei jungen Menschen verbreiteter Ausdruck und steht für ein „intensives Bedürfnis zu feiern“. Dieses Wunsch komme angesichts der strengen Corona-Auflagen zu kurz, heißt es. 

Massiv gestiegene Ansteckungen

Wegen der massiv gestiegenen Ansteckungen hatte die belgische Regierung Ende November die erneute Schließung der Diskotheken und andere Kontaktbeschränkungen verkündet. Bekannt wurde „knaldrang“ durch einen gleichnamigen Hit der niederländischen Sängerin Merol.

Auch im vergangenen Jahr hatte es ein Corona-Begriff in Flandern auf den Spitzenplatz geschafft: „knuffelcontact“, wörtlich übersetzt „Kuschelkontakt“. Damit hatte Belgiens Gesundheitsminister Franck Vandenbroucke die erlaubten persönlichen Kontakte in der Pandemie bezeichnet.

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