Würth in der Pandemie Rekorde trotz Materialengpass

Im Online-Handel erzielt Würth mittlerweile 20 Prozent des   Umsatzes. Foto: Würth
Im Online-Handel erzielt Würth mittlerweile 20 Prozent des Umsatzes. Foto: Würth

Metall- und Stahlbauer, Autohersteller und Werkstätten oder Bauunternehmen – für all diese Branchen bietet Würth Befestigungs- und Montagetechnik. Wie Würth Corona umgeht.

Wirtschaft: Inge Nowak (ino)
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Stuttgart - Trotz Corona und trotz Materialengpässen: Die Würth-Gruppe, Anbieter von Befestigungs- und Montagetechnik, hat das vergangene Jahr mit Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Der Umsatz schnellte um 18,5 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro in die Höhe. 20 Prozent davon wurden im Online-Handel erzielt. Seit 2013 sind die Erlöse des Familienunternehmens ununterbrochen gestiegen. 2020 hatte das Wachstum allerdings lediglich bei einem Prozent gelegen.

Noch erfreulicher hat sich das Betriebsergebnis entwickelt, das mit 1,2 Milliarden Euro mehr als 50 Prozent über dem des Vorjahres lag. Das starke Wachstum und die Steigerung der Produktivität trugen maßgeblich zum positiven Ergebnis bei, teilt Würth mit. Zudem seien 2021 coronabedingt Kosten für Reisen, Messen und Konferenzen nicht angefallen.

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Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider. Exakt 83 183 Beschäftigte waren Ende 2021 weltweit für das Künzelsauer Unternehmen tätig. Das waren gut 4000 mehr als im Jahr zuvor. In Deutschland stehen knapp 25 500 Personen auf der Gehaltsliste (plus 924).

Die Würth-Gruppe, die als Schraubenhändler groß geworden ist, produziert teilweise selbst. Dies gewährleiste eine gewisse Unabhängigkeit von globalen Lieferketten, heißt es. „Unsere Schrauben für den Holzbau produzieren wir bei der Konzerngesellschaft SWG Schraubenwerk in Gaisbach. So sind wir nicht auf chinesische Stahlimporte angewiesen. Heute haben bereits 80 Prozent unserer Waren ihren Ursprung in Europa“, erläutert Würth-Chef Robert Friedmann.

Würth bietet mehr als Schrauben

Unternehmen
Würth ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Befestigungs- und Montagetechnik. Mehr als 400 Gesellschaften in gut 80 Ländern gehören zu dem 77 Jahre alten Familienunternehmen. Im Angebot hat Würth mehr als 125 000 Produkte. 4,1 Millionen Kunden weltweit stehen in der Kartei.

Kunst
Der Name Würth ist auch untrennbar mit Kunst und Kultur verbunden. Die Sammlung umfasst mehr als 18 500 Kunstwerke – Skulpturen, Malerei und Grafiken, die in mehreren eigenen Museen gezeigt werden. Die Stiftung Würth vergibt einen Preis für Europäische Literatur, der mit 25 000 Euro dotiert ist. Und nicht zuletzt dank der Würth Philharmoniker gibt es auch ein viel beachtetes Musikangebot.

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