Württembergischer Fußball-Verband Planspiele für die Fortsetzung des WFV-Pokals

Von Jürgen Frey 

Noch fehlt eine behördliche Freigabe. Doch der Plan des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) und der Viertelfinalisten sieht vor, den WFV-Pokal-Wettbewerb im August sportlich auszutragen. Die lukrative DFB-Pokal-Teilnahme winkt.

Auch Titelverteidiger SSV Ulm 1846 ist noch im Rennen um den WFV-Pokal – der Regionalligist muss im Viertelfinale zum Oberligisten FV Ravensburg. Foto: Baumann
Auch Titelverteidiger SSV Ulm 1846 ist noch im Rennen um den WFV-Pokal – der Regionalligist muss im Viertelfinale zum Oberligisten FV Ravensburg. Foto: Baumann

Stuttgart - Es ist so etwas wie ein kleiner Lichtstrahl am Ende des Tunnels für die Vereine: Vielleicht schon am 8. August könnte der Wettbewerb um den Pokal des Württembergischen Fußball-Verbandes (WFV) fortgesetzt werden. Dies ist zumindest der Wunsch der acht Viertelfinalteilnehmer, die sich am Montagabend in einer Videokonferenz mit dem WFV austauschten. „Alle Clubs sind einhellig der Meinung, den Wettbewerb sportlich zu Ende zu bringen und nicht das Los entscheiden zu lassen“, bestätigte WFV-Pressesprecher Heiner Baumeister auf Nachfrage. Ob aus den Planspielen tatsächlich Fakten werden, hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab und von den damit verbundenen behördlichen Vorgaben.

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Theoretisch denkbar wäre es, den Wettbewerb innerhalb einer Woche durchzuziehen. Mit dem Halbfinale am 12. August und dem Finale am 15. August. Oder aber mit den Terminen Halbfinale am 15. August und Finale am 22. August. Ob es einen bundesweiten Finaltag der Amateure (eventuell wieder mit einem württembergischen Endspiel im Gazi-Stadion auf der Waldau) geben wird, ist offen und müsste mit den anderen Landesverbänden abgeklärt werden. Einhelliger Tenor ist auch, dass die Teams 14 Tage vor dem Pokal-Start wieder im Mannschaftstraining aktiv sein sollten.

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Der größte Anreiz des WFV-Pokal-Wettbewerbs liegt in der Vergabe eines Teilnehmerplatzes für den lukrativen DFB-Pokal. Bis wann genau die Landesverbände ihren Erstrundenteilnehmer 2020/21 dem DFB melden müssen, steht noch nicht fest, doch gewisser Zeitdruck besteht. Sicher: Die erste DFB-Pokal-Runde garantiert Erlöse in Höhe von etwa 130 000 Euro. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Ticketing und der Ausrichtung des DFB-Pokal-Spiels. Allerdings nur für sieben der acht Viertelfinal-Teilnehmer. Der VfB Stuttgart II ist für den DFB-Pokal-Wettbewerb nicht spielberechtigt. „Unser Ziel in diesem Wettbewerb ist es, gute Spiele auf hohem Niveau abzuliefern“, sagt der Sportlicher Leiter Michael Gentner, „deshalb freuen wir uns auch ganz besonders auf das Viertelfinal-Duell mit Drittligist SG Sonnenhof Großaspach.“ Deren Sportdirektor Joannis Koukoutrigas würde übrigens am liebsten noch im Juli mit der Fortsetzung des WFV-Pokal-Wettbewerbs beginnen. Seine Mannschaft ist der einzige Viertelfinalteilnahmer, der die Punkterunde in seiner Liga zu Ende spielt. Der letzte Drittliga-Spieltag der laufenden Saison findet am 4. Juli statt.

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Bereits die Viertelfinalisten im WFV-Pokal (außer dem VfB II) erhalten jeweils rund 2500 Euro Preisgeld, die Halbfinalisten rund 5000 Euro und die Endspielteilnehmer rund 20 000 Euro.

Wann die neue Saison der Oberliga startet ist noch offen. Frühest denkbarer Termin ist der 2. September.

Die Viertelfinalspiele auf einen Blick

1. Göppinger SV – TSG Balingen, VfB Stuttgart II – SG Sonnenhof Großaspach, FV Ravensburg – SSV Ulm 1846, TSV Pfedelbach – FV Löchgau.




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