Wüstenrot&Württembergische W&W baut Wohnplattform auf

Die Digitalisierung erhöht das Veränderungstempo auch in der Finanzbranche. Der Bauspar- und Versicherungskonzern W&W will schneller auf sich verändernde Lebenssituationen der Kunden reagieren. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Die Digitalisierung erhöht das Veränderungstempo auch in der Finanzbranche. Der Bauspar- und Versicherungskonzern W&W will schneller auf sich verändernde Lebenssituationen der Kunden reagieren. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Der Bauspar- und Versicherungskonzern Wüstenrot&Württembergische ist dabei, eine Wohnplattform im Internet aufzubauen. Dazu sucht er auch Kooperationspartner aus dem Pflegebereich wie Sozialstationen und Pflegeheime.

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Stuttgart - Der Bauspar- und Versicherungskonzern Wüstenrot&Württembergische ist dabei, eine Wohnplattform im Internet aufzubauen, um Kunden enger an sich zu binden und Angreifer aus dem Bereich der Finanztechnologieunternehmen abzuwehren. „Der Kunde kann künftig über uns nicht nur eine Immobilie kaufen, finanzieren und versichern, sondern auch einen Handwerker, eine Sicherheitsfirma oder die häusliche Pflege organisieren“, sagt der neue W&W-Chef Jürgen Junker in einem Interview mit „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“. Ziel sei, den Kunden rund ums Wohnen weitreichende Lösungen zu bieten. Dazu verhandelt der Konzern auch mit Kooperationspartnern.

Als mögliche Partner im Pflegebereich kommen Sozialstationen, Pflegeheime oder die Caritas in Betracht. Wichtig ist dem W&W-Chef: „Die Kunden müssen zu uns passen, denn die Kunden haben dem Namen Wüstenrot und Württembergische Vertrauen geschenkt. Junker betonte: Der Konzern müsse „schneller auf technologische Entwicklungen und auf sich verändernde Lebenssituationen des Kunden reagieren“.

Kein Ende des Immobilienbooms

Ein Ende des Immobilienbooms ist nach Meinung von Junker nicht zu erkennen. Es herrsche immer noch Wohnungsknappheit, die „teilweise einen ungesunden Preisanstieg“ zur Folge habe. Auffallend sei, dass der Erwerb von Wohneigentum bei den 25- bis 45-Jährigen eher sinke. Das habe mehrere Gründe: „Nicht nur die Preise, auch die Baunebenkosten wie vor allem die Grunderwerbsteuer steigen immens“. Junker sieht hier die Politik in der Pflicht und fordert, die Grunderwerbsteuer zu reduzieren. Zudem sollten auch die Fördergrenzen bei der Wohnungsbauprämie angehoben werden. „Und es wäre Aufgabe der Kommunen, mancherorts mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Familien bereitzustellen“, sagte der 47-Jährige im Interview.

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