Wulff-Affäre Kretschmann äußert sich zurückhaltend

Winfried Kretschmann (links) äußert sich zurückhaltend zu Bundespräsident Christian Wulff (rechts) und dessen Kreditaffäre. Foto: dpa
Winfried Kretschmann (links) äußert sich zurückhaltend zu Bundespräsident Christian Wulff (rechts) und dessen Kreditaffäre. Foto: dpa

Peter Hauk (CDU) nimmt Wulff in Schutz, die Grünen kritisieren den Bundespräsidenten.

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Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich zurückhaltend zur Kreditaffäre um Bundespräsident Christian Wulff (CDU) geäußert. „Es ist nicht die Aufgabe des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, den Bundespräsidenten zu kontrollieren und auch nicht zu kritisieren, da gibt es genug andere“, sagte er dem SWR. Er fügte hinzu: „Das, was man ihm vorhält, stammt aus seiner Zeit als Ministerpräsident. So was muss der Landtag kontrollieren, das ist seine Aufgabe.“

Peter Hauk (CDU) nimmt Wulff in Schutz

CDU-Fraktionschef Peter Hauk nahm Wulff in Schutz. Kritik an seiner Kommunikation mit der Öffentlichkeit über Anwälte könne er nicht nachvollziehen. „Es gibt private Dinge, über die meines Erachtens keine Auskunftspflicht besteht“, sagte er am Donnerstag in Stuttgart. Zu Fragen mit politischem Hintergrund habe er Auskunft gegeben. Wenn an Delegationsreisen einer Landesregierung Unternehmer auf eigene Kosten teilnähmen, entstehe dem Land - im konkreten Fall Niedersachsen - kein Schaden. Er fügte hinzu: „Solange dem Land kein Schaden entsteht, gibt es meines Erachtens kein Fragebedarf.“

Die Grünen kritisieren den Bundespräsidenten

Die Grünen werfen Wulff vor, die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit seinem Verhältnis zu befreundeten Unternehmern auf Distanz zu halten. Es sei ein merkwürdiger Vorgang, wenn ein Bundespräsident die Fragen, die es in der Bevölkerung zu Recht gebe, nur noch von seinen Anwälten beantworten lasse, sagte die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstag). „Wenn Christian Wulff nicht als Salami-Präsident in die Geschichte eingehen will, muss er endlich Antworten geben. Persönlich und umfassend.“

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