Schon die 100-Euro-Frage bringt ihn ins Straucheln – und kurzzeitig wirkt es, als könnte der Abend für den Polizei-Oberkommissar schnell vorbei sein.
So richtig souverän wirkt das an diesem Abend zunächst nicht. Kevin Sommerfeld (34), Polizei-Oberkommissar aus Gerbsen bei Hannover, sitzt kaum auf dem Stuhl, da gerät er bei „Wer wird Millionär?“ (RTL / vorab auf RTL+) schon bei der 100-Euro-Frage ins Grübeln. Eine Frage, bei der viele im Publikum vermutlich nicht mal mit der Wimper gezuckt hätten.
Bereits die 100-Euro-Frage wird zur Zitterpartie
Die Frage klingt zunächst simpel:
„Nicht nur die Tierpfleger im Zoo kommen sich bei der Arbeit schon mal …?“
A) In den Käfig
B) Ins Gehege
C) In den Zwinger
D) Ins Becken
Sommerfeld stutzt sofort. „Ich muss noch mal schnell drüberlesen“, sagt er und entscheidet sich zunächst für „In den Käfig“.
Günther Jauch wiederholt die Frage. Der Kandidat liest erneut und korrigiert sich auf „Ins Gehege“.
Doch Jauch stichelt weiter und spielt scherzhaft auf „Ins Becken“ an. Das Publikum lacht, der Kandidat wird wieder unsicher. Kurzzeitig denkt er sogar laut darüber nach, für 100 Euro einen Joker einzusetzen.
Schließlich erkennt er das Wortspiel und argumentiert: „Rein grammatikalisch würde auch nur B passen.“
Er bleibt bei „Ins Gehege“. Die Antwort ist richtig. Trotzdem: Ein schwieriger Auftakt.
Auch bei 1.000 Euro wird es nicht leichter
Bei der Frage nach einem möglichen Infinitiv gerät er erneut ins Stocken:
Bei welchem Wort könnte es sich um einen Infinitiv handeln?
- gewackelt
- gekippt
- gefallen
- gebrochen
Er nutzt den Publikumsjoker – 85 Prozent stimmen für „gefallen“.
Richtig. Das Wort kann sowohl gebeugte Form („Das Glas ist vom Tisch gefallen“) als auch Grundform im Sinne von „Man muss nicht jedem gefallen“ sein.
Joker-Serie bis 16.000 Euro
Souverän wirkt anders, aber effektiv ist es trotzdem: Bei 4.000 Euro muss der Zusatzjoker ran, um zu klären, was ober- und untergäriges Bier unterscheidet. Die richtige Antwort lautet Hefe.
Bei 8.000 Euro hilft der Telefonjoker und weiß ohne Zögern, dass nur Berti Vogts seinen Rufnamen mit einem Mainzelmännchen teilt.
Und auch bei 16.000 Euro geht es nicht ohne Unterstützung weiter: Nach dem 50:50-Joker bleiben bei der „Ikigai“-Frage nur noch C und D übrig, Sommerfeld entscheidet sich für C – und liegt erneut richtig.
Trotz wiederholter Unsicherheiten arbeitet er sich so Schritt für Schritt nach oben.
Ausstieg bei 32.000 Euro
Bei der Frage, woran die Firma De Beers zeitweise einen Marktanteil von 90 Prozent hatte, zieht der Polizist die Reißleine.
Er steigt aus.
Die richtige Antwort wäre gewesen: Diamanten.
Unsicher gestartet, stark beendet
Was mit einer fast peinlichen 100-Euro-Zitterpartie begann, endet mit einem respektablen Gewinn von 16.000 Euro.
Ein Abend, der zeigt: Auch wer hadert, kann sich bei „Wer wird Millionär?“ weit nach oben kämpfen – selbst wenn schon die ersten Fragen zur Geduldsprobe werden.