Talent Alexis Tibidi wird bis auf Weiteres nicht mehr mit den Profis des VfB Stuttgart trainieren. Sein Trainer kritisierte das Verhalten des 18-Jährigen nach einer neuerlichen Disziplinlosigkeit deutlich.

Sport: David Scheu (dsc)

Viel Talent, aber wenig Disziplin: Immer wieder machte Youngster Alexis Tibidi beim VfB Stuttgart in der Vergangenheit negative Schlagzeilen durch sein Verhalten auf oder neben dem Platz. Nach einem neuerlichen Vorfall scheint sich der Offensivspieler nun weit hinten anstellen zu müssen – zumindest übte sein Trainer am Freitag ungewohnt offene und deutliche Kritik.

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„Er hat ein bisschen seine Position bei uns verbockt“, sagte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo am Freitag auf der Pressekonferenz im Rahmen des Saisonrückblicks. Anlass war eine erneute Undiszipliniertheit Tibidis vor dem Spiel beim FC Bayern am vorletzten Spieltag der zurückliegenden Saison. „Eine Aktion, die einfach nicht geht“, sagte Matarazzo, der Tibidi bereits im Februar für eine Woche zur U 21 in die Regionalliga geschickt hatte.

„Der Junge ist nicht bösartig. Er ist einfach extrem verpeilt und hat keine Struktur“, sagte der VfB-Trainer. Vorerst wird er ins Nachwuchsleistungszentrum zurückkehren und nicht mehr mit den Profis trainieren. „Wenn wir das Gefühl haben, dass er einen Schritt gemacht hat, was das Thema Professionalität angeht, dann kann er zurückkehren. Aber davor nicht. Er muss lernen, dass es ein Mannschaftssport ist“, sagte Matarazzo – und ergänzte abschließend: „Sehr sehr schade, weil ich extrem viel Potenzial in dem Jungen sehe.“

Der 18-Jährige war vergangenen Sommer vom FC Toulouse zum VfB gewechselt und hatte am 12. Spieltag der zurückliegenden Saison im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund debütiert.

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