Yves Saint Laurent Sexistische Plakate verstoßen gegen Werberegeln

Von red/dpa 

Die sexistischen Werbeplakate des Luxus-Modehauses Yves Saint Laurent verstoßen gegen die Regeln der Werbebranche. Zu den Plakaten hatte es zahlreiche Beschwerden gegeben.

Die mittlerweile wieder abgehängten Plakate des Luxus-Modehauses Yves Saint Laurent sorgten mit ihren sexistischen Darstellungen für Aufsehen. Foto: AFP 5 Bilder
Die mittlerweile wieder abgehängten Plakate des Luxus-Modehauses Yves Saint Laurent sorgten mit ihren sexistischen Darstellungen für Aufsehen. Foto: AFP

Paris - Die umstrittenen und inzwischen abgehängten Schock-Werbeplakate des Luxus-Modehauses Saint Laurent verletzen berufsständische Regeln der Werbebranche. Zu diesem Schluss sei eine unabhängige Jury gekommen, sagte der Generaldirektor der Werbeaufsicht ARPP, Stéphane Martin, der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Paris. Mit Blick auf die als sexistisch kritisierte Kampagne fügte er hinzu: „Wenn es nicht den Regeln entspricht, sollte man es nicht wiederholen.“

Die Plakate waren laut früheren Angaben der ARPP bereits in der vergangenen Woche in Paris abgehängt worden. Eines der umstrittenen Plakate zeigt eine Frau mit gespreizten Beinen und Netzstrümpfen, ein anderes ein Mager-Model, das sich auf einem Hocker abstützt. Unter Spitzenabsätzen trägt die gebeugte junge Frau Rollschuhe.

Kritik wendet sich gegen Werbekampagne und nicht gegen das Unternehmen

Zahlreiche Beschwerden von Privatpersonen und Vereinigungen seien berechtigt, so Martin. Die umstrittenen Fotos setzten das Bild von Frauen in der Gesellschaft herab. Die Jury sei auch der Auffassung, „dass die Bilder Stereotype der Frau als Sexobjekt nutzen und fördern“ und sexistische Verhaltensweisen aufwerteten. Auch die Magerkeit einer Frau auf den Bildern sei Thema gewesen.

Die Beteiligten haben nun laut Martin rund zwei Wochen Zeit, um mögliche Einwände oder Bemerkungen zu formulieren. Die Entscheidung sei nicht mit Sanktionen gegen das Haus Saint Laurent verbunden. Die Kritik wende sich gegen die Werbekampagne, nicht gegen das Unternehmen, das zum Luxuskonzern Kering gehört.




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