Zäsur beim „Spreewaldkrimi“ Das Format wird verjüngt, das Mystische soll bleiben

Christian Redl und Thorsten Merten in  „Spreewaldkrimi: Totentanz“ Foto: ZDF/Arnim Thomaß
Christian Redl und Thorsten Merten in „Spreewaldkrimi: Totentanz“ Foto: ZDF/Arnim Thomaß

Der „Spreewaldkrimi“ im ZDF steht nach dem Abgang des Miterfinders und Autors Thomas Kirchner vor einem Neuanfang.

Kultur: Bernd Haasis (ha)

Stuttgart - Der ZDF-„Spreewaldkrimi“ bezieht seinen Reiz daraus, dass er im verträumten brandenburgischen Sphärenreservat spielt. Der freie Produzent Wolfgang Esser und der Drehbuchautor Thomas Kirchner haben das Format 2006 entwickelt, nun endet die Zusammenarbeit ebenso wie die der Ermittler Krüger (Christian Redl) und Fichte (Thorsten Merten) – Kirchner steigt als Autor aus, die Episode „Totentanz“ von diesem Montag war seine letzte.

Weitergehen soll es dennoch im Spreewald. Kirchner beschreibe „den Osten, dessen Geschichte und ,Zukurzgekommenheit‘, wie es nur wenige so wahrhaftig können“, kommentiert Merten, er schätzt „die harte Realität hinter der Poesie“. „Ziemlich einmalig“ sei Kirchner „15 Jahre lang der alleinige Autor einer 90-minütigen Reihe“ gewesen, bemerkt der ZDF-Redakteur Pit Rampelt.

Auch die Ästhetik wird angepasst

Produzent Esser, bereits voll in der Planung, sagte dem „Tagesspiegel“, es werde „einige inhaltliche Veränderungen“ geben: „Der Sender drängt nicht zuletzt auf eine gewisse Verjüngung. Wir meinen, dass sich das nicht nur in der Besetzung widerspiegeln darf, sondern auch in der Ästhetik und Inszenierung.“ Eines versprach er aber: „Das Magische und Mystische, das im Spreewald Verwurzelte, soll erhalten bleiben.“




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