Zahnradbahngespräch Mit Willi Weber auf Berg-und-Tal-Fahrt

Die Unterhaltung mit Willi Weber nimmt am Marienplatz schnell Fahrt  auf. Foto: Baumann
Die Unterhaltung mit Willi Weber nimmt am Marienplatz schnell Fahrt auf. Foto: Baumann

Willi Weber hat Michael Schumacher viele Jahre gemanagt und ist dabei selbst zu einer unverwechselbaren Marke geworden. Das Zahnradbahngespräch mit ihm hat es in sich – inklusive markige Sprüche und selbst gemachte Weisheiten.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Peter Stolterfoht (sto)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Eigentlich würde Willi Weber seine Sonnenbrille in der Zahnradbahn gerne aufbehalten und sagt dann auch ohne Umschweife warum: „Ich habe gestern Abend etwas zu viel getrunken.“ Dem Fotografen zuliebe nimmt er die Brille dann doch ab und sagt: „Wie sehe ich aus?“ Durchaus vorzeigbar: Lässig das schwarze aufgeknöpfte Hemd, mutig die weißen Slipper. Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber auf jeden Fall ein Hingucker. Willi Weber, das wird ganz schnell deutlich, ist ein sehr spezieller Gesprächspartner

Wer Willi Weber ohne Vorurteile begegnet, Spaß an markigen Sprüchen und selbst gemachten Lebensweisheiten hat und zudem kein Problem mit spontanen Umarmungen zwischendurch – für den wird ein Treffen mit ihm zum echten Erlebnis. Das beginnt auf dem Marienplatz um Punkt zehn Uhr vormittags – wie ausgemacht. „Ich bin immer pünktlich“, sagt Weber mit einem sympathischen Lächeln: „Sie sind auch pünktlich – das bedeutet, wir bringen einander Respekt entgegen. Das ist gut.“

Das Zahnradbahngespräch kann beginnen

Die Rahmenbedingungen scheinen also zu stimmen. Das Zahnradbahngespräch kann beginnen, nachdem die ersten Fotos ohne Sonnenbrille gemacht sind und Willi Weber eingestehen muss, noch nie zuvor mit der Zahnradbahn gefahren zu sein. Und dies, obwohl er in der Stadt wohnt und in Degerloch seine Geschäftsräume hat. Willi Weber ist halt ein Autotyp, der allerdings nicht mehr mit dem Ferrari fährt. „Das Ein- und erst das Aussteigen ist mir viel zu anstrengend geworden.“

Mit dem Komfort der Zahnradbahn ist Willi Weber einverstanden. „Ist ja ganz gemütlich hier“, sagt er und hält sich dann exakt an den Gesprächsfahrplan, der vorsieht, auf dem Weg nach oben zunächst über die Karrierehöhepunkte zu sprechen. „Der Michel und ich, das war schon einmalig“, so fängt Willi Weber an. Der Michel, das ist Michael Schumacher. Der Michel, das ist die Hauptperson in der Erfolgsgeschichte des Wilhelm Friedrich Weber. „Michels erster WM-Titel 1994 war natürlich ein Höhepunkt. Wir spürten, dass wir es geschafft haben“, sagt der Mann, der Michael Schumacher 1988 kennengelernt und dessen Talent sofort erkannt hat.

Unsere Empfehlung für Sie