Zehn Jahre Kulturakademie der Stiftung Kinderland Die Schmiede der kreativen Talente

Die Ergebnisse der Kreativwochen können sich sehen lassen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Die Ergebnisse der Kreativwochen können sich sehen lassen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Seit zehn Jahren besteht die Kulturakademie der Stiftung Kinderland. Allein im Jubiläumsjahrgang haben 160 Teilnehmer von den Angeboten profitiert. Auch ein ehemaliger Landesvater kam zur Feier.

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Stuttgart - Beschwingt bewegen sich Quarks auf der Bühne der Carl Benz Arena. Augenzwinkernd geben sie Auskunft darüber, was sie für Kerlchen sind: Das Top Quark, das Charm Quark, das Strange Quark. Präsentiert wird der Einblick in die Welt der Elementarteilchen von Schülern der Klassenstufen 6 bis 8, Teilnehmern der zehnten Kulturakademie der Stiftung Kinderland im Bereich MINT. Gleich ob sie sich der Bildenden Kunst, der Musik, Literatur oder Naturwissenschaft gewidmet haben: Die Ergebnisse aus den Kreativwochen, die am Samstag im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert worden sind, können sich sehen und hören lassen.

„Es ist beeindruckend, mit wie viel Engagement und Leidenschaft sich die Jugendlichen ihren Themen zuwenden“, sagte die ehemalige Kultusministerin Marianne-Schultz-Hector. Gemeinsam mit Günther Oettinger hatte sie vor 15 Jahren die Stiftung Kinderland ins Leben gerufen. Auch der einstige Landesvater würdigte die Arbeit, die in Partnereinrichtungen wie dem Deutschen Literaturarchiv Marbach mit jungen Talenten geleistet wird. „Die Kulturakademie ist ein gutes Stück Württemberg, um das uns andere Regionen beneiden“, so Oettinger.

Der Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen

Im Jubiläumsjahrgang konnten 160 Teilnehmer von den Angeboten profitieren. Neben der Förderung besonderer Begabungen gehe es darum, „positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder einzuwirken“, sagte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. Der Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich Neues zuzutrauen sei ebenso wichtig, wie die Vermittlung von Kenntnissen. „Ich habe endlich gelernt, wie man sich vor dem Publikum verbeugt“, berichtete Luis (16), der sich dem klassischen Gesang widmet. Johanna (12) hat festgestellt, wie befreiend es sein kann, Musik nicht nur nach Noten zu spielen, sondern zu improvisieren. Die Ausschreibung für den 11. Jahrgang der Kulturakademie läuft bereits.




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