Zeit für Gemütlichkeit Bodenschätze - Teppiche für schönes Wohnen

Von Nicole Knaupp 

Teppiche verleihen Räumen haptisch wie optisch Wärme und bringen Farben und Muster ins Haus. Hier sind die aktuellen Teppich-Trends, hilfreiche Tipps zum Kauf und die Antwort auf die Frage, warum Brennnesseln gut für Seidenteppiche sind. 

So eindrucksvoll wie ein abstraktes Gemälde: „Yungiyungi“ aus der Kollektion „Legends of Carpets“ von Walter Knoll kann die komplette Atmosphäre eines Raumes verändern. Foto: Walter Knoll 13 Bilder
So eindrucksvoll wie ein abstraktes Gemälde: „Yungiyungi“ aus der Kollektion „Legends of Carpets“ von Walter Knoll kann die komplette Atmosphäre eines Raumes verändern. Foto: Walter Knoll

Kunstliebhaber kennen das: Das richtige Bild an der Wand kann die komplette Atmosphäre eines Raumes verändern. Die gleichen Fähigkeiten besitzen Teppiche. Sie sorgen nicht nur für Wärme, schaffen Raumzonen und verbinden einzelne Möbelstücke miteinander. Richtig eingesetzt, kann ein Teppich das Gesamtgefühl bestimmen, wie die Einrichtungsprofis von architare wissen. 

Mit Teppichen Räume strukturieren

Damit man sich in großen Räumen nicht verloren fühlt, sollte man sie in Zonen unterteilen. Hierfür eignen sich unterschiedliche Bodenbeläge und Teppiche. Sie sorgen für eine grundlegende Raumteilung und trennen die einzelnen Bereiche wie zum Beispiel die Sofalandschaft, den Essplatz und die Leseecke im Wohnraum klar voneinander ab. So entstehen separate Wohninseln, die wir als extrem behaglich und harmonisch empfinden.

Teppiche sorgen für Gemütlichkeit

Wer einen Fliesenboden hat, kennt das Gefühl, dass der Raum „kühl“ wirkt. Teppiche und Teppichböden wirken dagegen behaglich und gemütlich. Und wer zu Hause gern barfuß läuft, weiß die Vorzüge eines Teppichs umso mehr zu schätzen: Er fühlt sich einfach gut an.

Übrigens machen sich Teppiche auch in eher vernachlässigten Räumen wie dem Flur oder dem Badezimmer gut.

Die Teppich-Trends

  • Layering: Von der Mode inspiriert, ist der Layering-Trend auch am Boden angekommen. Das heißt: verschiedene Teppiche werden übereinandergelegt. Dafür eignen sich vor allem flache Teppiche, deren Flor nicht zu hoch ist, da sonst unschöne Stufen entstehen. Damit die Designs zueinander passen, kann es ratsam sein, die Teppiche aus einer Kollektion beziehungsweise von einem Hersteller zu wählen.
     
  • Starke Farben: Mit leuchtenden Farben und extravaganten Mustern setzen diese Blickfänge Statements im Raum. Hierfür eignen sich zum Beispiel die Teppiche des niederländischen Labels Moooi.
     
  • Naturtöne: Die dezenten Farben von Sand, Stein und Gräsern schaffen Ruhe: Teppichstrukturen erhalten so ihren Wirkungsraum.
     
  • Orientteppiche: Der Perserteppich ist tatsächlich wieder da und wird mit frischen Interpretationen neu belebt. Ebenfalls im Trend sind echte Orientteppiche, die eingefärbt werden und damit den gewünschten Vintage-Look erhalten.
     
  • Outdoor-Teppiche: Im Sommer wird die Terrasse zum zweiten Wohnzimmer. Da dürfen auch Teppiche nicht fehlen. Sie werden aus robusten Materialien gefertigt und halten Hitze und Nässe stand.

Seide: Diese Teppiche sind Stil-Statements

Teppiche werden nicht nur aus Wolle, Baumwolle, Sisal oder Kunstfaser gewebt und geknüpft, sondern auch aus Seide. Die aus den Kokons der Seidenraupe gewonnene Edelfaser sorgt für eine wundervolle Haptik und einen zart glänzenden Flor. Ganz besondere Bodenschätze bietet die Kollektion „Legends of Carpets“ von Walter Knoll. Grundmaterial dieser Teppiche ist tibetische Hochlandwolle. Feinste chinesische Seide sorgt in brillanten Farben für den besonderen Schimmer.

Brennnesseln als Wunderwaffe

Brennnesseln verleihen den Seiden-Teppichen von Walter Knoll ihre besondere Struktur und die extreme Festigkeit. Genauer gesagt: das feine Brennnesselgarn, das so natürlich wie Baumwolle ist und wie Seide glänzt. Zudem besitzt es eine hohe Reißfestigkeit und kann extrem viel Feuchtigkeit aufnehmen. Für das feine Garn werden die Stängel der Brennnesseln aufgefasert, anschließend werden die Fasern von Hand versponnen.

Tipps für den Teppichkauf

Wir haben Experten gefragt. Die Einrichtungsprofis von architare wissen genau, was gute Teppiche ausmacht:

  • Einsatzbereich: Ein ständig frequentierter Teppich muss natürlich strapazierfähiger sein als einer, der nur der Dekoration dient. Robust sind zum Beispiel Sisalteppiche, die sich auch für stark belaufene Wohnräume oder Flure eignen. Für Büros, Hotels und Geschäftsräume gibt es spezielle Teppich-Kollektionen, die extrem strapazierfähig sind, den permanenten Einsatz von Stuhlrollen problemlos überstehen und dennoch mit variantenreichen Designs überzeugen.
     
  • Größe: Gerade gemusterte Teppiche brauchen Raum, um wirken zu können. Es gibt eine grobe Faustformel, die besagt, dass ein Teppich nicht mehr als ein Drittel der Raumfläche abdecken sollte.
     
  • Rund oder eckig?: Meistens werden eckige Teppiche bevorzugt. Rundteppiche sehen am besten unter runden Tischen aus. Mit ihnen lassen sich aber auch wunderbare Inseln für Sitzgruppen gestalten.
     
  • Allergien: Teppiche sind generell für Allergiker geeignet, denn sie binden Staub, der durch Saugen problemlos entfernt wird. Achten Sie auf Kennzeichnungen, ob die Teppiche allergikerfreundlich und antibakteriell gefertigt sind.

In der Bildergalerie hat das Team von architare eine kleine Auswahl seiner Teppich-Favoriten zusammengestellt.