Zeitung in der Schule: Gymnasium Rutesheim Lieber virtuell als reell Erfolg

Von Malte Stüven 

Am Gymnasium Rutesheim fand eine Befragung zum Medienkonsum statt. Es wird gezockt und gedaddelt, wie überall sonst auch. Doch es kamen auch bedenkliche Ergebnisse heraus: manche Jugendliche sitzen bis zu zwölf Stunden am Tag vor dem PC.

Schon viele Kinder sitzen stundenlang am Computer und spielen. Foto: dpa
Schon viele Kinder sitzen stundenlang am Computer und spielen. Foto: dpa

Weissach - Jugendliche sind zum Teil bis zu zwölf Stunden am Tag online. Sie seien süchtig und sie seien sich der Konsequenzen bewusst, doch es kümmere sie nicht, gaben einige Jugendliche am Gymnasium Rutesheim bei einer Befragung über ihren Medienkonsum an.

Auch, dass sie mehr Zeit damit verbringen, Gesellschaftsspiele in der virtuellen Welt eines Videospiels zu spielen, als in der reellen Welt, scheint für sie normal. Kein Wunder, bei einer Obergrenze an Medienkonsum von fünf bis zwölf Stunden am Tag. Schon im Alter von elf Jahren liegt wohl der Schnitt bei mindestens einer Stunde am Tag. Als Grund gaben die meisten mit besonders großem Medienkonsum an, dass die Virtuelle Welt mehr Möglichkeiten und Spannung bietet, als die echte. „Warum sich anstrengen, um Erfolg zu haben, wenn man doch sowieso nur darauf aus ist, das Gefühl zu haben, Erfolg zu haben. Das kann man aber auch ohne die Anstrengung haben“, so einer der Befragten. Der Leiter der Organisation vermutet den verfrühten Kontakt von Kindern mit Medien als Ursache für solche Ergebnisse und hält die Erziehung der Eltern für den Ursprung und ruft zur Einschränkung von Medien auf.