In Stuttgart läuft alles geordneter ab: Zwar übernehmen auch hier revolutionäre Kräfte die Macht, „es war [aber] trotz allem eine merkwürdige Disziplin in der Masse“, schreibt König Wilhelm II. später. Am Ende dieses bewegten Herbsttages verlässt der letzte König von Württemberg Stuttgart für immer. Drei Wochen später dankt er im Exil in Bebenhausen ab.
Der geschichtsträchtige 9. November 1918 spielt sich in Stuttgart schwäbisch-gesittet ab, obwohl die Menge zum Teil bewaffnet ist. Zeitzeugen beschreiben die erstaunliche Sachlichkeit der Revolution in der Landeshauptstadt. Als die Menge vor dem Wilhelmspalais zusammenkommt und Teile des Volkes bereits in das Gebäude eingedrungen sind, zieht sich der Reserveleutnant Botsch mit seinen 18 Wachleuten zur Beratung zurück. „Herr Leutnant, da kann man nichts machen“, entscheiden die Soldaten, „und sie ergaben sich“, heißt es in einer Quelle. 100 Jahre später muss man seinen Hut vor dem wachhabenden Botsch ziehen, dass er seine Männer nicht zum bewaffneten Widerstand zwingt. So fließt zum Ende der Monarchie (fast) kein Blut.
Aus heutiger Sicht stellen sich viele Fragen: Wie fühlt sich eine Revolution an, wenn man mittendrin steckt? Wer fährt euphorisch mit der Straßenbahn zum Umsturz? Die Arbeiter welcher Firma gelten als die Speerspitze der Umwälzung? Und welcher Minister fühlt sich beim Betrachten der Revolution eher an den Rummel auf dem Wasen erinnert, weil er „in der Hauptsache junge Leute, darunter zahlreich solche des weiblichen Geschlechts“ erblickt?
Einige Antworten liefert dieser Versuch, den 9. November 1918 aus unterschiedlichen politischen und persönlichen Blickwinkeln nachzuerzählen.
General von Ebbinghaus: „Raffinierte Lügenpropaganda“
„In den Zeitungen erschien heute eine Bekanntmachung von Oberbürgermeister Lautenschlager, dass die beiden sozialistischen Parteien [...] friedliche Umzüge veranstalten würden. Die Bevölkerung soll sich ruhig verhalten. Das War ein Fehler! [...] Besser wäre es gewesen, Gegenmaßregeln zu treffen [...]
Gegen 10 Uhr vormittags wurde der Anmarsch eines gut geordneten Zuges von 10 bis 15 000 Arbeitern und Arbeiterinnen aus Richtung Untertürkheim gemeldet. Wie viele bewaffnete Spartakusleute dabei waren, wurde nicht gemeldet; viel Revolvertragende sind dabei gewesen.
Die Arbeiter der großen Daimlerschen Fabrik waren durch Irreführung und Drohung (mit Revolvern) gezwungen worden, die Arbeit einzustellen und sich am Zuge zu beteiligen. [...] Der Zug suchte, alle Waffenquartiere und Kasernen in seinen Besitz zu bekommen. [...]
Nach diesen traurigen Erfahrungen ließ sich von den Mannschaften der Schlosswache und der Waisenhauskompanie nicht viel Gutes erwarten. Sie haben sich auch beim Zusammenstoß mit den Demonstranten kampflos ergeben. Die Mannschaften schlugen meist die Gewehrkolben ab und schlossen sich freudig dem Zuge an. Die Offiziere mussten sich in Sicherheit bringen. So fielen auch die Maschinengewehre in die Hände der Radikalen.
Die Besatzung des Wilhelmspalastes, zu der auch ein Kommando Schutzleute gehören sollte, die aber noch nicht erschienen waren, hatte ein Eindringen der Masse nicht verhindert.
Der Grund zu dem feigen, vaterlandslosen Verhalten der [...] Schlosswache und Waisenhauskompanie glaube ich weniger in republikanischer oder anarchistischer Gesinnung suchen zu wollen, als in der Meinung, durch die Revolution den verhassten Krieg rasch zu beendigen. Die raffinierte Lügenpropaganda unserer Feinde hatte ja sicheren Frieden versprochen, wenn Hohenzollern und Militarismus beseitigt sei.“
Anmerkung: General Christof von Ebbinghaus übernahm am 10. November 1918 den Befehl über die Stellvertretende 51. Infanteriebrigade in Stuttgart; amtierte als Kommandant der Landeshauptstadt bis zum 7. Dezember 1918, dann trat er von seinen Ämtern zurück. Text aus „Die Memoiren des Generals von Ebbinghaus, Stuttgart, Bergers Literarisches Büro und Verlagsanstalt 1928.“
König Wilhelm II.: „Keiner belästigte uns“
„Wir haben schon Tage hinter uns, aber schließlich nicht schwerere als unser ganzes liebes deutsches Vaterland. Mehrere Ansammlungen vor unserem Hause an vorhergehenden Tagen waren Vorboten. Am 9ten d[ieses] M[onat]s brach der Sturm los.
Zehntausende standen vor dem Vorgarten. Eine Rotte drang dann ein, verlangte die Einziehung meiner Flagge und Hissung der rothen. Während mir dies eröffnet wurde, geschah es mit Gewalt. Dann zogen sie sich allmählig zurück. Es war trotz allem eine merkwürdige Disziplin in der Masse. Unter der rothen Flagge war unsres Bleibens nicht mehr und wir verließen für immer mein Heim. Abends fuhren wir hieher [= Bebenhausen] in Autos unter dem Schutz des Soldatenraths, der auf jedes Auto einen Mann gesetzt hat.
Ich fuhr aber erhobenen Hauptes vorne vom Hause ab, mitten durch die Menge und kein Mensch belästigte uns. Hier sind wir vorläufig in Ruhe und Frieden. Ob es so bleibt, Gott allein weiß es. Noch habe ich den letzten Schritt [= Abdankung] nicht gethan, aber er wird ja kommen müssen, nachdem alle Collegen fast ihn gethan.“
Anmerkung: Wilhelm II., der letzte König von Württemberg, dankt am 30. November 1918 in seinem Exil in Bebenhausen ab. Der hier vorliegende Text stammt aus einem Brief an einen Freund aus Studientagen, Gottfried von Reden, verfasst am 14. November 1918. Der Brief befindet sich in Privatbesitz, zur Verfügung gestellt wurde er von Albrecht Ernst vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Ernst bereitet eine Edition bisher unbekannter Briefe Wilhelms II. vor, die 2021 erscheinen soll.
Clara Zetkin: „Sonntag endlose Besprechungen“
„Könnte ich nicht in Berlin nützlicher sein, mehr leisten als hier? Ich habe das Gefühl, als sei Stuttgart kein Boden mehr für mein Wirken. Und ich möchte doch etwas mehr tun als das Leipziger Frauenblättle redigieren [Zetkin gibt die Frauenbeilage der Leipziger Volkszeitung der USPD heraus] .
Ich sehe die Lage so: Der Ausgangspunkt der deutschen Revolution war eine Soldatenbewegung für soldatische Forderungen. […]
Soweit es mein physisches Vermögen irgend gestattet, will ich an dem politischen Leben der Stuttgarter Spartacusgruppe teilnehmen, ich will unserer grundsätzlichen Auffassung entsprechend in der Öffentlichkeit tätig sein. Zumal auch für die Frauen. Unser Kampf bedarf jetzt mehr als je der Frauen. […]
Dazu brauchten wir eine Tageszeitung, brauchten wir kurze Flugblätter. […] Mehr als einen Gedanken auf einmal verdauen die Massen nicht, die Frauen erst recht nicht. Es müsste bei der Darstellung möglichst an Lokalverhältnisse angeknüpft werden. […] Die Revolution habe ich Samstag bei den Soldaten mitgemacht, dann Sonntag endlose Besprechungen und Sitzungen ohne Ergebnis und Wert.“
Anmerkung: Clara Zetkin, Sozialistische Politikerin, Begründerin des Internationalen Frauentags. Der hier vorliegende Text stammt aus einem Brief an Rosa Luxemburg, verfasst am 17.11.1918 in Stuttgart. Zitiert nach „Hermann Weber: Zwischen kritischem und bürokratischem Kommunismus: unbekannte Briefe von Clara Zetkin, Archiv für Sozialgeschichte 11, Bonn, 1971.“
Karl Fraaß: „Freiheit, Republik, Revolution“
„Erdrückende Stimmung über Stuttgart. Die Spießer gehen ängstlich auf die Straße. Ich diskutiere mit einem Soldaten, er bestreitet die Revolution und ich sage, keinen Tag dauert‘s mehr, heute noch wird es kommen. Die Wache geht zum Schloss. Ich sage in der Straßenbahn ganz laut: „Das wird wohl die Letzte sein.“ Alles schaut mich an und flüstert, aber mir wird nichts entgegnet.
Um 9 Uhr verlasse ich die Arbeit und siehe, gewaltige Massen ziehen durch die Straßen. Der Schlossplatz ist voll, überall wehen rote Fahnen. Der König ergibt sich, die Wache zieht ab. Es gibt ein Handgemenge, einige Schüsse fallen: Revolution! Mein Herz drohte zu zerspringen, was war das für ein Rumoren in meinem Innern! Ich konnte keinen andern Laut hervor bringen als immer nur Freiheit, Republik, Revolution. […] Aber ich wollte helfen, und so ging ich ins Gewerkschaftshaus und ließ mich bewaffnen. Dann ging’s im Auto mit langen roten Fahnen auf die Streife, und dann nach Ludwigsburg. Zuffenhausen wurde entwaffnet, aber da kamen schon die Zweifel in mir auf, weil sich die Offiziere so schnell auf unseren Standpunkt stellten und sich im Soldatenrat zurecht machten. Mein Genosse Theurer stand die ganze Nacht Posten [...]. Morgens ging’s nach Hause, und der Schlaf überwältigte mich. Ja, wir waren wirkliche Revolutionäre, nur die Revolution im Auge, sonst gar nichts. Sogar den Hunger vergaßen wir.“
Anmerkung: Karl Fraaß, gelernter Friseur und Elektromonteur. Schloss sich den Spartakisten an. Der Text stammt aus seinem Tagebuch, das im Staatsarchiv Ludwigsburg vorliegt. Transkript: Franziska Dunkel, Haus der Geschichte Baden-Württemberg.
Wilhelm Blos: „Dieser Revolution fehlte etwas“
„Am Karlsplatz, auf der Planie, in der Esslinger Straße und am Wilhelmspalast herrschte ein ungeheures Getümmel. Soldaten und Zivilisten, meist der Arbeiterschaft angehörig, wimmelten in äußerster Aufregung durcheinander. Man sah auf den ersten Blick, dass die Soldaten sich mit dem Volk verbrüdert hatten. Immerhin waren der Lärm und die Verirrung nicht so groß, wie man es aus den Schilderungen anderer Revolutionen kennt. Es war unverkennbar, dass jedermann vor Blutvergießen zurückscheute. [...]
Auf dem Schillerplatz vor dem Alten Schloss sowie am Denkmal des Kaisers Wilhelm I. fanden Volksversammlungen statt. Vom Sockel des Schillerdenkmals herab proklamierte der Sozialdemokrat Hosenthien und der Unabhängige Engelhardt die sozialdemokratische Republik und ließen darüber abstimmen; sie ward einstimmig beschlossen. Ich sah dann den gewaltigen Demonstrationszug über die Königstraße gehen: der Anblick war überwältigend. Alsdann begab ich mich nach Hause [...].
Auf dem Heimweg ließ mich der Gedanke nicht los, dass dieser Revolution etwas fehlte, nämlich eine allgemeine, alles überbrausende, mitreißende und erhebende Begeisterung. Ich sagte mir, dass durch die furchtbare Niederlage und das Elend Deutschlands die sonst wohl nicht ausbleibende Begeisterung notwendigerweise etwas gedämpft werde.
[Blos wird in den Landtag gerufen] Unterwegs sah ich die Revolution noch in vollem Gange. Eine aufgeregte Menge umdrängte den Wilhelmspalast, wo sich der König befand: auf dem Vorplatz und auf den Treppen redeten viele Menschen heftig aufeinander ein. Viele andere waren in das Innere des Palastes eingedrungen und hatten [...] verlangt, dass seine Standarte eingezogen und die rote Fahne aufgezogen werde: Er hatte dies verweigert, aber sie flatterte doch vom Dach des Palastes. Ein Leutnant [K. Botsch, siehe Text unten] hatte sich den Eindringenden widersetzt und wurde blutig geschlagen; dies war das einzige Blut, das am 9. November 1918 in Stuttgart vergossen wurde.
[Blos ist im Landtag angekommen] Die Physiognomie dieser bedeutsamen Sitzung hat sich in meinem Geiste besonders eingeprägt. [...]; auch hier drückte sich [...] eine Stimmung aus, die man vielfach als Ratlosigkeit bezeichnen konnte. [...] Ich erinnerte die Versammlung, die zum Teil ihre historische Mission nicht zu erfassen schien, daran, dass ihr durch die Revolution die öffentliche Gewalt in den Schoss gefallen sei. [...] Es erwuchs mir nun die Aufgabe, in der [...] fürchertlichen Enge des Lokals die Proklamation der Regierung an das württembergische Volk zu entwerfen. [...].
Ungefähr um dieselbe Zeit erschienen mir zwei Landwehrleute, die mir meldeten, dass sie direkt vom König kämen, der von allen verlassen und in der größten Aufregung sei. Sie hätten den Auftrag, mich um einen Schutzbrief zu bitten, um dem König die [...] Abreise nach Bebenhausen zu sichern. [...] Ich stellte den Schutzbrief ohne weiteres aus. [...]
Jetzt machte sich auch die Kommunistin Zundel (Zetkin) – damals noch unabhängig, wenn ich recht weiß, denn sie wechselte mehrmals – bemerkbar und wollte mir einen langen Wisch voll fürchterlicher Phrasen aufdrängen, die in die Proklamation hinein sollten. Ich lehnte diese Zumutung entschieden ab; nur die letzten drei Zeilen der Proklamation stammen aus dem Manuskript jener Dame, die sich damit ohne Widerspruch beruhigte. [...] Die Proklamation sei als historisches Dokument hir wiedergegeben: „An das württembergische Volk: Eine gewaltige, aber glücklicherweise unblutige Revolution hat sich heute vollzogen. Die Republik ist erklärt. [...]“
Anmerkung: Wilhelm Blos, Erster Württembergischer Staatspräsident. Text aus „Wilhelm Blos. Von der Monarchie zum Volksstaat. Stuttgart, Bergers Literarisches Büro und Verlagsanstalt 1922.“
K. Botsch: „Das Schreien von der Straße“
„Es ging etappenweise. Zuerst das Schreien von der Straße; jetzt geht’s in die Schlosswache, dann kommen wir zu euch. Dann wurde die Reihenfolge geändert und dies erfolgte schnell: es füllt sich der Schlosshof, aber niemand betritt das Palais: der Führer – im Filzhut mit roter Armbinde – verhandelt mit mir.
Auf meine Veranlassung weist er jeden, der die Schwelle des Wachlokals betritt, hinaus. Dann Übergabe der Gewehre. Ich gehe mit dem Führer, der mir folgt, innerhalb des Palais nach oben, um Meldung zu machen. […] Ich mache Meldung, dann die verschiedenen Aufforderungen zur Abgabe des Degens mit meinen Weigerungen – und jetzt erst die „Verhaftung“. Von rapid keine Spur. […] Der Führer hat mich meines Wissens nicht in die Akademie begleitet, sondern die zwei Feldgrauen, die mich „verhaftet“ haben. Prächtige Kerle in ihrer Art! Die mich als Feldsoldaten immer wieder in Schutz nahmen! Die Szene mit dem Friseur – einem scheint’s bekannten 18-jährigen Lausbuben und dem Sanitäter war köstlich: Es ist richtig, die beiden stritten sich, wer den Leutnant verbinden darf.“
Anmerkung: K. Botsch war als Leutnant der Reserve am 9.11.1918 Wachoffizier im Wilhelmspalast; später Stadtpfarrer in Bopfingen; zitiert nach einem Brief, den Botsch an den Historiker Wilhelm Kohlhaas schreibt; liegt im Hauptstaatsarchiv Stuttgart vor.
Theodor von Pistorius: „Die Sturmtruppe der Revolution“
„Die Vereidigung der neuen Minister durch den König, bei der ich als Zeuge und bereits vereidigtes Mitglied des Staatsministeriums anwesend zu sein hatte, war auf Samstag, den 9. November, 11 Uhr vormittags in den Wilhelmspalast angesetzt. Um 10 Uhr sollte die angeblich zur Beruhigung dienende öffentliche Massenkundgebung stattfinden. Dass dabei einer der großen Zuzüge von Cannstatt herauf mit den sich selbst gerne als Sturmtruppe der Revolution bezeichnenden Daimlerleuten am Wilhelmspalast vorbeikommen werde, wusste der König, aber dadurch ließ er sich nicht von seiner Pflichterfüllung abbringen. [...]
Um zur festgesetzten Zeit in dem Wilhelmspalast zu sein, ging ich um 10.30 Uhr von meinem Ministerium ab und mitten durch die fast unabsehbare, den Schlossplatz und seine Umgebung füllende Menge hindurch. Am Hals des Reiterstandbildes des ersten deutschen Kaisers saß ein hinaufgekletterter Junge, der eine rote Zipfelmütze abwechselnd dem Kaiser über den Helm zog und wieder abnahm, was jedesmal grölenden Beifall der Menge auslöste. [...] In der Hauptsache waren es junge Leute, darunter sehr zahlreich solche weiblichen Geschlechts. Das Ganze gab vorwiegend das Bild eines Rummels mit viel Gelächter und Ausgelassenheit; es erinnerte stark an einen Gang durch eine der Budengassen auf dem Wasen des Cannstatter Volksfestes.“
Anmerkung: Als letzter Finanzminister des württembergischen Königs ist Theodor von Pistorius ein überzeugter Monarchist. Der Regierung Blos will er nicht angehören. Text aus „Theodor v. Pistorius. Die letzten Tage des Königreichs Württemberg, Stuttgart, Kohlhammer 1936.“
Karl Lautenschlager: „Bitte Ordnung und Ruhe halten“
„Mitbürger! Heute Vormittag wird die Arbeiterschaft Stuttgarts sich auf dem Schlossplatz und den benachbarten Plätzen versammeln, um von ihren berufenen Führern Mitteilungen über die innerpolitische Lage entgegenzunehmen. Diese Versammlung will der ruhigen und geordneten Überleitung in andere staatsrechtliche Verhältnisse dienen. Die gesamte Einwohnerschaft bitte ich, Ordnung und Ruhe zu halten. Damit dient jeder am besten unserer Stadt und dem Vaterland.“
Anmerkung: Karl Lautenschlager war von 1911 bis 1933 Oberbürgermeister von Stuttgart. Der Text stammt aus der Tageszeitung „Schwäbischer Merkur“. Lautenschlager kündigt den Systemwechsel bereits vor der Großdemonstration öffentlich auf der Titelseite des „Merkurs“ an.