Zeppelin-Gymnasium in Stuttgart-Ost Eine Mensa, die noch höher werden kann

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Wenn der Gemeinderat zustimmt, kann auf dem Schulhof des Zeppelin-Gymnasiums eine neue Mensa mit Aufstockungsmöglichkeit gebaut werden. Dadurch würden die Raumprobleme der Schule erst einmal gelöst.

Der Neubau würde auf der rechten Seite des Schulhofs stehen. Foto: Jürgen Brand
Der Neubau würde auf der rechten Seite des Schulhofs stehen. Foto: Jürgen Brand

S-Ost Auf dem hinteren Schulhof des Zeppelin-Gymnasiums soll, wenn alles nach Plan läuft, ein neues Mensa-Gebäude gebaut werden. Und nicht nur das: Der Neubau soll so konzipiert werden, dass er später einmal um zwei Geschosse aufgestockt werden kann. Dadurch würden die Raumprobleme des Gymnasiums mittelfristig gelöst. Der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost hat den Plänen mit großer Mehrheit zugestimmt.

Außenstelle am Stöckachplatz

Das Zeppelin-Gymnasium am Stöckach ist seit dem Schuljahr 2010/2011 eine vom Land anerkannte offene Ganztagesschule, seit dem Schuljahr 2012/2013 wird dort als Schulversuch wieder G 9, also Abitur erst in der 13. Klasse, angeboten. Seitdem wird das Gymnasium immer beliebter, die Schülerzahlen steigen. Um die dadurch entstehende Raumnot auszugleichen, wurde in den Räumen der ehemaligen Hauswirtschaftlichen Schule Ost am Stöckachplatz eine Außenstelle eingerichtet.

An der Größe der Cafeteria hat sich allerdings bisher nichts geändert. Sie befindet sich im Untergeschoss des Gymnasiums, ist 95 Quadratmeter groß und nur mit einer kleinen Küchenzeile ohne Spülmöglichkeit ausgestattet. Heute werden dort von ehrenamtlich tätigen Eltern täglich bis zu 160 Mittagessen ausgegeben, wofür die Cafeteria eigentlich zu klein ist. Bei weiter steigenden Schülerzahlen rechnet das Schulverwaltungsamt sogar mit künftig bis zu 300 Mittagessen pro Tag.

Bis zu 300 Mittagessen möglich

Das Thema beschäftigt den Schulleiter Holger zur Hausen schon seit Langem. Zunächst hatte es Überlegungen gegeben, die Cafeteria im Untergeschoss auszubauen. Prüfungen von Baufachleuten ergaben jedoch, dass das nicht möglich ist. Mit der jetzt vom Bezirksbeirat befürworteten Lösung auf dem hinteren Schulhof könnte das Problem dauerhaft gelöst und der Schule sogar eine Ausbauperspektive gegeben werden.

In dem Neubau sind ein Speiseraum mit 150 Quadratmetern Fläche mit 150 Plätzen vorgesehen. Dazu kommt eine Küche mit Nebenräumen wie Lager, Personal-WC und Umkleidemöglichkeiten mit einer Gesamtfläche von 70 Quadratmetern. Die neue Mensa würde auf einen Zweischichtbetrieb ausgelegt, sodass dort bis zu 300 Mittagessen ausgegeben werden könnten. Das Mensagebäude wird so konzipiert, dass es um zwei Geschosse aufgestockt werden kann. Diese beiden Obergeschosse mit rund 460 Quadratmetern Fläche böten Platz für die gesamte Oberstufe mit sechs Kursräumen und Räumen für Lehrer. Bei einer Aufstockung könnte die Außenstelle an der Werastraße aufgegeben werden.

Baubeginn im März 2017 – wenn der Gemeinderat zustimmt

Der Mensa-Neubau mit Aufstockungsmöglichkeit wird nach Schätzungen des Hochbauamts 3,45 Millionen Euro kosten. Damit ist er nur 70 000 Euro teurer als die Variante ohne Aufstockung. Die Kosten für die Aufstockung selbst werden zurzeit auf 3,3 Millionen Euro geschätzt. In beiden Beträgen ist die Einrichtung enthalten.

Wenn der Gemeinderat das Projekt im Doppelhaushalt 2016/2017 belässt – die Entscheidung fällt am Freitag, 18. Dezember – könnte etwa im März 2017 mit dem Bau begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von zwölf bis 15 Monaten gerechnet. Die dadurch wegfallende Schulhof-Fläche soll eventuell durch eine Mitnutzung der angrenzenden Grünfläche ausgeglichen werden.

Diese Grünfläche hält die Bezirksbeirätin Irene Köberle (SÖS-Linke-Plus) für den besseren Bauplatz, weil so der Schulhof mit der Ballspielfläche erhalten werden könnte. Die anderen Fraktionen begrüßten die Pläne einhellig und hoffen auf eine rasche Umsetzung.

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