Zinswetten der Stadt Pforzheim Prozess um Millionenverluste beginnt

Von red/dpa/lsw 

Die Stadtverwaltung wollte ihre Finanzprobleme durch hochspekulative Zinswetten loswerden.Doch das ging schief. Nun stehen die Ex-Oberbürgermeisterin und einige Mitarbeiter vor Gericht.

Vor dem Landgericht in Mannheim beginnt ein Prozess um Millionenverluste durch hochspekulative Zinswetten der Stadt Pforzheim (Symbolfoto). Foto: dpa
Vor dem Landgericht in Mannheim beginnt ein Prozess um Millionenverluste durch hochspekulative Zinswetten der Stadt Pforzheim (Symbolfoto). Foto: dpa

Mannheim - In Mannheim beginnt am Dienstag (9.30 Uhr) ein Prozess um Millionenverluste durch hochspekulative Zinswetten der Stadt Pforzheim. Vor dem Landgericht müssen sich die frühere FDP-Oberbürgermeisterin Christel Augenstein sowie die damalige Stadtkämmerin, ihr Stellvertreter und zwei Bankmitarbeiter verantworten. Der Vorwurf lautet auf Untreue sowie Beihilfe zur Untreue. Bis Januar 2018 hat das Landgericht 26 Termine angesetzt.

Die Anschuldigungen beziehen sich auf Kosten, die durch riskante Finanzgeschäfte zu Lasten der Stadtkasse entstanden waren. 2010 zog der Gemeinderat die Notbremse - am Ende stand ein Verlust von rund 58 Millionen Euro. Inzwischen ist ein großer Teil des Geldes nach Vergleichen mit den beiden beteiligten Banken wieder in der Kasse.

Neben Pforzheim hatten auch andere Kommunen und Unternehmen bei Banken Wetten auf die unterschiedliche Entwicklung von kurzfristigen und langfristigen Zinsen abgeschlossen und Verluste erlitten.

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