Züge zum Stuttgarter Flughafen Anmeldung zur S-21-Erörterung wegen Corona nötig

Beim Projekt Stuttgart 21 ist auch der Halt von Fernzügen aus Zürich und Singen an Flughafen und Messe vorgesehen. Die Pläne dazu werden Ende April erörtert. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Beim Projekt Stuttgart 21 ist auch der Halt von Fernzügen aus Zürich und Singen an Flughafen und Messe vorgesehen. Die Pläne dazu werden Ende April erörtert. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Im April will das Regierungspräsidium Stuttgart die Einwendungen zu den Plänen der Bahn beim Flughafenanschluss erörtern. Wegen der Coronapandemie gibt es Einschränkungen.

Stuttgart - Das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) erörtert vom 26. bis 29. April die Einwendungen zum Anschluss der Gäubahn an den Flughafen im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 mit Betroffenen und Einwendern. Die Behörde weist darauf hin, dass wegen der Coronapandemie Voranmeldungen zur Erörterung bereits bis Freitag, 9. April, nötig sind, denn die Platzzahl im Messe-Kongresszentrum ist wegen der Abstandsregeln begrenzt.

Die Anmeldungen können per Post (Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 24, Ruppmannstraße 21, 70565 Stuttgart), per Fax (07 11 / 904 - 1 24 90) oder Mail (abteilung2@rps.bwl.de) abgegeben werden. Wer nicht angemeldet ist, kann vom Regierungspräsidium abgewiesen werden, wenn es in der Halle keine freien Plätze mehr gibt. Teilnehmer müssen ihre Kontaktdaten angeben, die vier Wochen gespeichert werden, und eine medizinische Schutzmaske tragen. Sie darf nur am Sitzplatz abgenommen werden.

Die Landwirtschaft ist betroffen

Am 26. April sollen die Planungen der Bahn, die den Abzweig von der Hauptstrecke und die Führung der Gäubahnzüge über die S-Bahngleise sowie den Bau eines Zusatzgleises am Landesflughafen vorsieht, vorgestellt und Auswirkungen wie Lärm und Erschütterungen besprochen werden. Am 27. April sollen die Auswirkungen des Baus auf Umwelt, Natur und Landwirtschaft erörtert werden, dann geht es auch um ein geplantes Bodenlager.

Tunnelbau als Alternative

Der Brandschutz und das Rettungskonzept stehen am 28. April auf der Tagesordnung, genauso der Bauablauf mit Vollsperrung der S-Bahn-Trasse und die Leistungsfähigkeit der Strecke. Am 29. April soll über die Varianten zur beantragten Planung, beraten werden. Als neue Alternative ist vom Berliner Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) der Bau von zwei etwa zwölf Kilometer langen Tunneln von Böblingen zum Flughafen ins Gespräch gebracht worden. Er wäre im Rahmen des Deutschlandtakts möglich, die Finanzierung durch den Bund ist aber nicht gesichert, weshalb die Bahn ihre bisherige, mit allen Projektpartnern abgestimmte Planung weiter verfolgt.

Themen können bei der Erörterung auch vorgezogen oder am nächsten Tag behandelt werden, das PR hat die Halle für Freitag, 30. April, gebucht. Die Erörterung beginnt jeweils um 9 Uhr und soll um 18 Uhr beendet werden.

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