Zuffenhausen Hoch hinaus im Jugendhaus

Im Hochseilgarten von Haus 11 kann bis zu acht Meter hoch geklettert werden. Dabei geht es vor allem um den Teamgedanken und nicht um sportliche Aspekte. Foto: Bernd Zeyer
Im Hochseilgarten von Haus 11 kann bis zu acht Meter hoch geklettert werden. Dabei geht es vor allem um den Teamgedanken und nicht um sportliche Aspekte. Foto: Bernd Zeyer

Am Mittwoch ist das Haus 11 offiziell wiedereröffnet worden – inklusive Hochseilgarten.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart-Zuffenhausen - Was lange währte, ist nun doch noch gut geworden: Nach längerer Umbau- und Sanierungszeit ist das Kinder- und Jugendhaus an der Bartensteiner Straße 11 am Mittwoch offiziell wiedereröffnet worden. Eingeweiht wurde auch der neue Klettergarten.

„Stolz und glücklich“, so umschrieb Sieghard Kelle, der Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (STJG), seine Gefühlslage, als er am Mittwoch zum Mikrofon griff. 900.000 Euro seien in die Sanierung des in den 1960er Jahren errichteten Gebäudes gesteckt worden, das meiste Geld wäre „verbuddelt“ worden. Heizung, Fenster und Sanitärbereiche hätten dringend auf einen technisch aktuellen Stand gebracht werden müssen. Dazu seien noch einige Schönheitsreparaturen gekommen. Noch gebe es aber etwas zu tun: „Das Dach bereitet uns Sorgen“. Geld für dessen Reparatur werde im kommenden Doppelhaushalt beantragt. Bezirksvorsteher Gerhard Hanus ging in seiner Rede auf die schwierige Umbauzeit ein und betonte: „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lohnt sich, denn sie sind unsere Zukunft.“

„Ich selbst habe mich noch nicht hoch getraut“

Die Sanierung von Haus 11 hat länger gedauert, als ursprünglich vorgesehen war. Eigentlich hätte schon Ende August 2012 alles erledigt sein sollen. Im Zuge der Renovierung war dann aber festgestellt worden, dass einige der Steigleitungen dermaßen beschädigt sind, dass sie herausgerissen und durch neue ersetzt werden müssen. Im Sommer 2012 war mit der Sanierung begonnen worden. Während der Umbauphase hatte die Einrichtung zeitweise geschlossen werden müssen, die Mitarbeiter waren auf andere Standorte verteilt worden.

Nicht nur der Innenbereich, auch die Außenanlage des Hauses bekam eine Frischzellenkur. Die große Asphaltfläche im Hof ist verschwunden, stattdessen recken sich nun Kletterelemente bis zu acht Meter hoch in den Himmel. Die Zuffenhäuser Einrichtung, das erzählte Kelle am Mittwoch, sei das einzige Kinder- und Jugendhaus in Stuttgart, das einen Hoch- und Niederseilgarten habe. „Ich selbst habe mich noch nicht hoch getraut“, gab Kelle zu. Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene sollen dort Klettern. Etwas zu Essen bekommen hungrige Sportler im Café des Jugendhauses, dessen Küche deutlich vergrößert worden ist.

Zwei Trainer unterstützen

Verantwortlich für den Kletterbereich ist Sebastian Meindl. Seit März ist der Outdoor-Trainer und Erlebnispädagoge offizieller Jugendhaus-Mitarbeiter. „Hier steht der Teamgedanke absolut im Vordergrund“, erläuterte Meindl das Konzept. Die Kletterer sollen lernen, dass sie sich aufeinander verlassen müssen. Darin unterscheide man sich von anderen Klettereinrichtungen in Zuffenhausen, wo eher sportliche Aspekte im Vordergrund stünden. Wer den Hochseilgarten des Jugendhauses nützen möchte, muss sich vorher anmelden und wird von mindestens zwei Trainern unterstützt. Laut Meindl kann die Anlage auch in den Wintermonaten genutzt werden und ist für Kinder von sechs Jahren an geeignet.

Die Wiedereröffnung von Haus 11 wird am Samstag, 27. April, mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Von 14 Uhr an gibt es verschiedene Programmpunkte wie eine Märchenreise, eine Hausrallye oder Tanzworkshops. Außerdem werden auch Führungen durchs Haus angeboten. Der Klettergarten ist ebenfalls geöffnet.




Unsere Empfehlung für Sie