Zukunftskongress: Wege zur Smart City Gegenseitig Fehler zugeben

Bürgermeister Thomas Fehling wünscht sich, das Städte beim Thema Smart City mehr zusammenarbeiten. Foto: Lichtgut//Leif Piechowski

Auch kleine Städte können intelligente Angebote für ihre Bürger bereitstellen. Wichtig ist, dass sie sich untereinander vernetzten.

Stuttgart - London, Singapur oder Mailand: Das sind die Städte, die derzeit als smart gelten. Aber was ist eigentlich mit kleinen und mittleren Städten in Deutschland? Thomas Fehling, Bürgermeister in Bad Hersfeld in Nordhessen, hält dafür die Fahnen hoch: „Intelligente Lösungen müssen nicht Halt machen vor dem ländlichen Raum.“ Auch und gerade Orte wie Posemuckel bräuchten smarte Ansätze.

 

Städte müssen sich untereinander mehr vernetzen

Fehling ist ein Mann vom Fach. Vor seinem Amtsantritt 2011 war er Manager in verschiedenen IT-Unternehmen. Damals, so erinnert er sich, fühlte er sich als sei er im digitalen Mittelalter gelandet bei der Stadtverwaltung. Und es lag ihm am Herzen, das in Angriff zu nehmen. Ab 2011 gab es bereits erste sogenannte eGovernment-Anwendungen, beispielsweise konnten Urlaubsdaten elektronisch erfasst werden. Infrastrukturlösungen wie intelligente Ampeln oder Mülleimer, die sich melden, wenn sie voll sind, gibt es nun seit fünf Jahren. Außerdem war Bad Hersfeld die erste deutsche Stadt mit einem vollständig digitalen Workflow. Dabei war es Fehling wichtig, dass die Daten für den Bürger transparent sind. Beispielsweise auf einer Datenplattform, die auch aufzeigt, wo der Bürgernutzen liegt.

„Wichtig ist, dass die Städte sich untereinander noch viel mehr vernetzen“, sagt Fehling. Er wünsche sich, dass man offen über bereits gemachte Fehler sprechen könne und dadurch voneinander lerne. Denn auch das gehöre zu einer „intelligenten Stadt.“

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