Außergewöhnliches Konzertereignis zum vierten Advent: In der Martinskirche kommt der erste Teil von Händels Großwerk „Messiah“ mit Chor und Orchester zur Aufführung.
Das „Hallelujah“ aus Händels „Messiah“ ist weltberühmt. Mit seiner Energie und Strahlkraft hat dieses Musikstück auch Einzug in die Popkultur gefunden und hier unter anderem zahlreiche ikonische Filmszenen geprägt. Da es sich jedoch um den Schlusschor des zweiten Teils dieses Großoratoriums handelt, wird das Publikum sich für diesen gesanglichen Höhepunkt noch etwas gedulden müssen.
Aber auch der erste Teil hat bereits zahlreiche bekannte und beliebte Stücke zu bieten, darunter die Arie „Rejoice Greatly, O Daughter of Zion“ („Freue dich sehr, o Tochter Zion“) oder das Chorstück „For Unto Us a Child Is Born“ („Denn uns ist ein Kind geboren“.
Eben dieser erste Teil verspricht am vierten Adventswochenende in der Sindelfinger Martinskirche den Auftakt für ein außergewöhnliches Konzertereignis. Am Samstag, 20., und Sonntag, 21. Dezember, kommt der erste, weihnachtlich geprägte Part dieses monumentalen Barockoratoriums in der Sindelfinger Martinskirche zur Aufführung. Teil zwei steht am 7. und 8. März, Teil drei am 14. und 15. November auf dem Programm.
Vortragende sind das Sindelfinger Vokalkabinett in Begleitung des Barockorchesters Consortium Instrumentale Sindelfingen unter der Leitung von Konzertmeisterin Theresia Hanke. Solisten sind Natalie Beck (Sopran), Lieselotte Fink (Alt), Georg Kalmbach (Tenor) und Hans Porten (Bass). Die Gesamtleitung hat Bezirkskantor Daniel Tepper.
Händels „Messiah“ gilt als eines der populärsten Werke der Chorliteratur
Mit seinem „Messiah“ hat der Barockkomponist Georg Friedrich Händel eines der wohl populärsten geistlichen Werken der abendländischen Chor- und Orchesterliteratur geschaffen. Das dreiteilige Oratorium behandelt die markanten Stationen der christlichen Heilsgeschichte von der Christgeburt über Jesu Tod und Auferstehung bis hin zu seiner Wiederkunft am Jüngsten Tag. „Es vereint dabei auf einmalige Weise alttestamentliche Prophezeiungen mit neutestamentlichen Reflexionen zu einer plastischen und spannungsvollen Darstellung des messianischen Erlösungsgedankens“, sagt der künstlerische Leiter Daniel Tepper. Der Kirchenmusiker verteilt das umfangreiche Oratorium für Chor, Vokalsolisten und Barockorchester innerhalb der Abonnement-Reihe „Musik für Sindelfingen“ über beinahe ein ganzes Jahr.
Bach-Zeitgenosse Händel, geboren 1685 in Halle an der Saale, lebte und wirkte einen Großteil seines Lebens in England – daher auch die englischsprachigen Originaltitel im „Messiah“. Der erste Teil passt thematisch in die Weihnachtszeit, denn hier blickt das Oratorium mit den Worten des Propheten Jesaja hoffnungsvoll auf das Kommen des Erlösers. Auf die konkrete Erzählung der Weihnachtsgeschichte wird weitgehend verzichtet, lediglich die Hirtenszene mit der von Trompeten festlich begleiteten Verkündigung der Engel über die Geburt Jesu orientiert sich nahe am Bibeltext.
Stück eines britischen Komponisten erweitert das Konzertprogramm
Den pastoralen Grundcharakter des ersten Teils greift der britische Komponist und überzeugte Pazifist Gerald Finzi in seiner träumerischen „Christmas Scene“ auf, die bei dem Konzert ebenfalls zur Aufführung kommt. Mit elegischen Melodien, melancholischen Streicherflächen und aufbrausenden Choreinwürfen wird von der Engel-Erscheinung in idyllischer Szenerie auf den Feldern Bethlehems berichtet, bevor die Engel wieder verschwinden und den Menschen eine allumfassende Botschaft der Hoffnung hinterlassen: „In Terra Pax – Friede auf Erden!“
Karten für 25, 20 oder ermäßigt acht Euro sind unter www.reservix.de, an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, am i-Punkt Sindelfingen unter Telefon 0 70 31 / 94-325 (E-Mail: i-punkt@sindelfingen.de) sowie an der Abendkasse erhältlich.