Zum Windpark-Bürgerbegehren in Herrenberg Keine ausgewogene Entscheidungsbasis

Vielleicht dürfen die Herrenbergerinnen und Herrenberger bald einen ähnlichen Zettel ankreuzen (Symbolbild). Foto: dpa/Roland Weihrauch

Die Homepage zum Bürgerbegehren wird von negativen Szenarien dominiert. Pro-Argumente sucht man vergeblich. Das ist keine gute Grundlage, um eine Entscheidung zu treffen.

Böblingen: Anke Kumbier (ank)

Nicht der Gemeinderat, sondern die Einwohner sollen darüber entscheiden, ob im Spitalwald bei Herrenberg künftig Windräder stehen oder nicht. So der Wunsch eines Bürgerbegehrens. Das ist auf den ersten Blick nachvollziehbar.

 

Auf den zweiten Blick stellt sich die Frage, wo das Vertrauen in die demokratisch gewählten Vertreter, die Stadträte, bleibt. Und wenn es schon ein Bürgerbegehren gibt, wären ausgewogene Infos wünschenswert.

Einer demokratischen Entscheidung nicht zuträglich

Auf der Homepage zum Bürgerbegehren finden sich nur abschreckende Argumente. Kein Hinweis auf die Vorteile einer regionalen Energiegewinnung. Auch Stimmen von Förstern wie dem Herrenberger Winfried Seitz fehlen, die sagen, der Wald komme mit Windrädern besser zurecht als mit dem Klimawandel. Stattdessen führen Links auf Internetseiten, die falsche Informationen verbreiten. Schade, das ist einer wirklich demokratischen Entscheidung, wie von den Initiatoren gefordert, nicht zuträglich.

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