Generaldebatte zur Wohnungspolitik in Stuttgart Zuschauer stören Kuhns Rede mit Pfiffen und Zwischenrufen

Von red 

Mit Zwischenrufen und Papierfliegern haben die Zuschauer der Generaldebatte zur Wohnungspolitik am Donnerstag die Rede von OB Fritz Kuhn gestört. Ihnen wurde mit Rauswurf gedroht.

Die Zuschauer zeigen auf der Tribüne ihre Forderung zur Wohnungspolitik. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski 5 Bilder
Die Zuschauer zeigen auf der Tribüne ihre Forderung zur Wohnungspolitik. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Stuttgarter Wohnungspolitik erregt die Gemüter der Bürger heftig. Dies ist am Donnerstag wieder zu spüren gewesen. Der Stuttgarter Gemeinderat trifft sich seit dem Nachmittag zur Generaldebatte zum Thema Wohnen im Rathaus. Der öffentlichen Debatte folgen im Sitzungssaal auch Zuschauer. Und denen gefiel die Rede von Oberbürgermeister Fritz Kuhn nicht.

„Laberer“ und „Schwätzer“ riefen sie von der Tribüne Richtung Kuhn. Zusätzlich ließen sie Luftballons aufsteigen und Papierflieger Richtung Bürgermeister und Stadträte segeln, bis die Rede nach circa 15 Minuten unterbrochen wurde. Verwaltungsbürgermeister Fabian Mayer (CDU) drohte den Betroffenen, sie dem Saal zu verweisen.

Die Unterbrechung dauerte etwa zehn Minuten. Aktuell geht die Debatte weiter.

Begleitend zur Generaldebatte im Anschluss an die Generaldebatte will das Aktionsbündnis „Recht auf Wohnen“ mit einer um 17 Uhr beginnenden Kundgebung auf dem Marktplatz die Forderung nach bezahlbaren Wohnungen unterstreichen. Auch neue Besetzungen von leer stehenden Wohnungen seien nicht ausgeschlossen, teilten die Organisatoren im Internet mit. Erst kürzlich hatte die Polizei besetzte Wohnungen geräumt.

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