Bei zwei Einbrüchen in Schulen in Bernhausen und Leinfelden wurden am Wochenende wohl keine Wertgegenstände gestohlen. Leinfelden-Echterdingen setzt dagegen ein Sicherheitskonzept um.

Lokales: Armin Friedl (dl)

Zwei Einbrüche in Schulen in Bernhausen und in Leinfelden beschäftigen nach wie vor die Polizei. Wertgegenstände seine nicht entwendet worden, heißt es zumindest aus der Schule in Bernhausen. Aber der Sachschaden, der durch den Einbruch verursacht wurde, sei nicht unerheblich. Er wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Dazu gehören eine eingeschlagene Glastüre, ein beschädigter Kühlschrank und ein Fernseher.

 

„Da haben wir wohl noch mal Glück gehabt“, so der Schulleiter Sascha Conrad von der Realschule Bernhausen. Der Einbruch ins Sekretariat sei versucht worden, aber dies habe offensichtlich nicht geklappt. Conrad: „Wahrscheinlich haben dies Passanten verhindert, die an der Schule vorbeigelaufen sind und verdächtige Vorgänge darin beobachtet haben. Und wahrscheinlich hat die früh eingetroffene Polizei Schlimmeres verhindert.“ Eingedrungen seien die Täter über ein Fenster, das in den Baustellenbereich neben der Schule hineinragt.

Einbrecher hinterlassen Schäden in Bernhausen und in Leinfelden-Echterdingen

Da die Täter in Bernhausen außer Verwüstungen nichts erreicht haben, brachen sie etwa zweieinhalb Stunden später in eine Schule in Leinfelden ein. Zumindest ist das eine der Arbeitshypothesen der Polizei. „Dafür spricht die räumliche sowie die zeitliche Nähe der Einbrüche“, so der Polizeisprecher Gerhard Jaudas, „aber ob dem so ist, wird die Auswertung der Spuren ergeben“. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um dieselben Täter handelte. Aber auch dort haben sie vor allem Schaden hinterlassen. Dass etwas gestohlen wurde, ist bisher nicht bekannt. Und dann bleibt eben noch Raum für Spekulationen: Größere Bargeldmengen wird es nicht geben in Schulsekretariaten. Und Wertgegenstände wie Laptops sind meist auch nicht so ohne weiteres nutzbar. Jaudas: „Kann natürlich auch sein, dass da das Randalieren, der grobe Unfug, im Mittelpunkt stand. Der so entstandene Schaden ist ja auch beträchtlich.

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen will da nicht mehr groß spekulieren: „Wir gehen in die Offensive“, so Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell, unter anderem zuständig für das Ordnungsamt und für Schulen: „Wir hatten in diesem Jahr mehr als zwölf Einbrüche in diverse Schulen, Kindergärten oder Vereinsheime. Fast jedes Wochenende erreichen uns Schadensmeldungen. Dazu wird nun ein Sieben-Punkte-Plan umgesetzt“, so Kalbfell, „entwickelt in enger Absprache mit der Polizei“. Einige davon können öffentlich genannt werden: „Bargeld wird dort überhaupt nicht mehr aufbewahrt. Alle Spinde und Schränke bleiben offen, damit von vorneherein klar ist, dass sich Aufbrechen nicht lohnt. Rund um diese Einrichtungen herum wird die Beleuchtungssituation verbessert“, so Kalbfell. Er wird da resolut: „Man provoziert uns hier. Wir kriegen die“.