Zwischen Gärtringen und Nufringen Kreisverkehr für mindestens zwei Monate gesperrt

Dieser Kreisverkehr muss saniert werden. Foto: Eibner-Pressefoto/Roger Bürke

Weil der Kreisverkehr zwischen Gärtringen und Nufringen in die Jahre gekommen und in schlechtem Zustand ist, wird er ab Montag umgebaut. Umleitungen für Autos, Lastwagen und Radfahrende sind ausgeschildert.

Böblingen: Julia Theermann (the)

Der Kreisverkehr zwischen Gärtringen und Nufringen, von dem die beiden Kreisstraßen Gärtringer Straße (K 1067) und Südrandstraße (K 1079) abgehen, wird zwei Monate lang gesperrt. Das hat das Landratsamt Böblingen mitgeteilt. Grund ist die Sanierung des Kreisels für, die mit 910 000 Euro veranschlagt wird. Start der Arbeiten ist am Montag, 3. Juni. Voraussichtlich Anfang August soll der Verkehr wieder normal fließen können. Damit er das auch während der Sperrung bestmöglich tut, werden mehrere Umleitungen eingerichtet.

 

Autofahrern auf den beiden Kreisstraßen, die zwischen Gärtringen, Nufringen und der Bundesstraße 14 verlaufen, dürften im Laufe dieser Woche die neuen Schilder auffallen, die auf die Sperrung hinweisen. Gültig seien die aber erst ab kommendem Montag.

Schwerverkehr hinterlässt Spuren

Die Fahrbahn in dem gut 30 Jahre alten Kreisverkehr sowie auf den Ästen des Kreisels ist in schlechtem Zustand, heißt es aus dem Landratsamt. Der Asphalt ist von Rissen durchzogen, an einigen Stellen gibt es auch tiefere Schäden und sogenannte Verdrückungen. Sie können beispielsweise entstehen, wenn die Straße sehr heiß wird – und dann hohen Belastungen, etwa beim Bremsen oder Beschleunigen von schweren Fahrzeugen, ausgesetzt ist. Daher sei „eine grundhafte Sanierung des Kreisverkehrs dringend erforderlich um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten“, so die Landkreis-Sprecherin Rebecca Kottmann.

Die Sperrung Foto: Yann Lange

Weil der Kreisverkehr und seine Äste unter anderem von viel Schwerlastverkehr genutzt werden, will der Landkreis bei der Sanierung des Bauwerks dieses Mal auf eine andere Bauweise setzen. Statt eines Oberbaus aus Bitumen soll die Fahrbahn aus Beton gefertigt werden. „Eine Betonfahrbahn ist gegenüber den hohen Scherbelastungen infolge der Zentrifugal-, Brems- und Anfahrkräfte des Schwerverkehrs deutlich widerstandsfähiger“, sagt Kottmann. Betonfahrbahnen hätten sich bewährt und seien außerdem einfacher zu unterhalten.

Umleitungen sind ausgeschildert

Außer der Fahrbahn soll aber noch mehr an dem Kreisverkehr gemacht werden. So werden die aktuellen verkehrlichen Anforderungen angepasst. Das habe beispielsweise „geringfügige Anpassungen“ der Straßenränder zur Folge. Im Übergang von der Kreisfahrbahn zu den Abzweigungen würden die Kurven erweitert. Zudem müsse die Kreisfahrbahn selbst nach innen verbreitert werden. Die Querungshilfen für Fußgänger, die es an dem Kreisverkehr gibt, sollen ebenfalls verändert werden. Nach dem Umbau sollen sie barrierefrei sein.

Während der Bauarbeiten am Kreisverkehr gelten mehrere Umleitungen. Autofahrer können die kürzlich wieder freigegebene Deckenpfronner Straße (K 1067) und den Kreisverkehr an der Feuerwehr durch Gärtringen fahren. Lastwagen müssen einen größeren Umweg fahren, nämlich über Oberjesingen und Nufringen. Das Gewerbegebiet Nufringen ist von Nufringen aus über die Gärtringer Straße (K 1067) erreichbar. Wer von der Autobahn kommt, kann die Südrandstraße (K 1079) nutzen.

Ärger bei letztem Kreisverkehr-Umbau

Im vergangenen Jahr wurde in Gärtringen bereits ein Kreisverkehr, der an der Feuerwehr, saniert. In der Folge hatte sich der Umleitungsverkehr auch durch kleine Wohnsträßchen gewälzt – sehr zum Leidwesen der Anwohnenden.

Damit solche Situationen nicht wieder vorkommen, habe das Amt für Straßenbau und Radfahren als Straßenbaulastträger mit allen betroffenen Gemeinden sowie mit der Polizei besprochen, „wie die Verkehrsführung zu erfolgen hat, um die negativen Auswirkungen auf alle Verkehrsteilnehmer sowie Anlieger so gering wie möglich zu halten“, sagt Kreissprecherin Kottmann.

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