Eine besondere Reise
Also, let’s go! Gestartet wird mit einem Käffchen im Luna Theater Café, an der Gablenberger Hauptstraße – was der Startpunkt einer außerordentlichen, kulinarischen Reise sein kann.
Wer nicht gerade in die „Alten Schule“ in den Biergarten möchte (was man eigentlich immer will) und auf keinen Fall die riesen Schüssel Pommes frites, die mit sechs Dips daherkommt, mit ein paar Freunden verspachteln möchte, der kann getrost ein paar Meter weiter schlendern. Denn dort befindet sich der „Jakova Grill“, betrieben von der wohl nettesten Familie, wo es unfassbar leckere Cevapcici gibt.
Gegenüber noch schnell in der Bücherbude geschaut, ob bei den gebrauchten Büchern, die man umsonst mitnehmen kann, etwas dabei ist. Wem das nicht ganz zusagt, weil es noch früh am Morgen ist und man erst einmal ein Frühstück benötigt, der begebe sich ein Stück weiter runter und reserviere sich unterwegs erst einmal einen Tisch im „Hasen“ für den Abend. Dieses Wirtshaus ist ein besonderes Erlebnis mit den beiden schwäbischen Damen, die es führen. Der Zwiebelrostbraten mit Röstkartoffeln sei jedem ans Herz gelegt, aber auch den Kartoffelsalat gilt es zu probieren. Ein herausragender Laden mit ehrlichem Interieur.
Bock auf Butterbrezel
Danach geht‘s zum – mit Abstand – besten Bäcker in Stuttgart, dem „Königsbäck“. Hinter dem Tresen bietet die offene Backstube einen Blick auf die frischen Brezeln und Brote und „wasnichtalles“, die von kundigen Bäckershänden geknetet und in Öfen geschoben werden. Das überaus freundliche Personal bietet leckere, belegte Brötchen, die wirklich eine andere Liga sind! Unbedingte Frühstücksempfehlung: die beste Butterbrezel der Stadt.
Zwischen Pizza Hawaii und Maultaschenhäusle
Den neu eröffneten Kiosk „East Side Kiosk“ werden wir für ein kühles Getränk und einen kleinen Plausch aufsuchen. Wie ein Berliner Späti fühlt es sich dort an. Erst mal kaufen wir frisches Obst und Gemüse im kleinen, aber feinen „BC Frutta Feinkost“, der direkt neben dem Aldi steckt und immer etwas Attraktives in der Auslage hat.
Wir nehmen eine Tüte mit Pfirsichen mit, laufen noch ein kleines Stück zum richtig guten Italiener „Villa Rustica“. Im Hof hinten gibt es einen gemütlichen Biergarten, in dem die Spaghetti Vongole besonders munden.
Nach all diesen Entdeckungen bin ich sehr dankbar, Gablenberg als meine Hood zu wissen. Es ist wie eine Enklave, die Menschen hier wirken als wären sie nicht aus der Großstadt, im positivsten Sinne. Und ich bin noch nicht mal bis ganz runtergelaufen, an Domino’s Pizza vorbei (die Pizza Hawaii dort ist mein Guilty-Pleasure-Gericht), wo eine Institution Stuttgarts steht: das „Maultaschenhäusle“. So vieles ist in diesem Stadtteil geboten, dass ich mir schwertue, mich zu entscheiden, wo ich dieses Mal einkehre.
Jetzt geht es erst mal wieder zur „Alten Schule“. Vielleicht ist der Biergarten ja offen!? Dann gibt’s ein rotes, irisches Killkenny. Ein Hoch auf Gablenberg!