TikTok hat’s wieder einmal geschafft: Alle essen Gurken. Genauer gesagt Gurkensalat, danke Logan Moffit. Mit Sour Cream, Asia Style, an Räucherlachs – Hauptsache geschüttelt. Auch Bartek von den Orsons macht mit. Und verrät sein Lieblingsrezept!

Vielleicht ging es manchen als Kind auch so wie mir: „Gurken sind doof!“ war meine Überzeugung. Sie schmeckten langweilig, waren zu wässrig und werteten belegte Pausenbrote für mich eher ab als auf. Dieses Bittere der Schale, dann diese zarten Kerne ohne Geschmack… nee, nee. Ohne mich. Lediglich als geschälte Gurkensticks auf langen Autofahrten in den Urlaub konnte ich diesem Gewächs, das aus botanischer Sicht zu den Beeren gehört, aber zur Familie der Kürbisgewächse zählt, etwas abgewinnen.

 

Zack, tada und siehe da: Die Gurke ist ein Superstar!

Heute, 28 Jahre später, ist die Gurke dank zwei kurzer Handgriffe aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken. Durch Kochsendungen im TV, aber natürlich auch durch Rezeptideen auf Social-Media-Kanälen, habe ich folgendes Wichtiges für mich herausgefunden: Egal, was ich mit der Gurke zubereiten will, zwei Schritte gehören zur Grundvorbereitung. Ohne die geht nichts.

Erstens: Die Gurke muss – zumindest halb – der Länge nach geschält werden . Es muss nicht alles von der Schale ab, aber schon einiges. Am besten mit dem Sparschäler 2 cm Abstand lassen zum nächsten Schäl-Schwung. Das reduziert die Bitterstoffe und steigert die Bekömmlichkeit.

Zweitens: Die Kerne müssen raus. Dazu am besten mit einem Teelöffel das längs halbierte Stück Gurke auskratzen.

Diese beiden Schritte waren der Game Changer im Gurken Game für mich. Plötzlich wurde der Geschmack, den das Fruchtfleisch der Gurke von Natur aus hat, nicht mehr von Bitterstoffen übertüncht. Auf einmal war da eine knackige, nicht schlabbrige Konsistenz, auf meiner Zunge.

Viele Gerichte gewannen jetzt durch den Zusatz von Gurke an Qualität hinzu, nichts wurde verwässert. Ob griechischer Salat, Gurkensalat oder Schmorgurken: Alles macht Sinn, seit ich die beiden oben genannten Schritte im Voraus beherzige. Lediglich beim schwäbischen Kartoffelsalat darf die Gurke ungeschält und unentkernt, dafür aber hauchdünn geraspelt zum Einsatz kommen.

TikTok-Trend Gurke

Wenn man im Besitz eines Smartphones ist und das nutzt, um auch hin und wieder in die Sozialen Medien zu spickeln, wird man kaum umhin gekommen sein, zu bemerken, dass die Gurke gerade einen Hype erlebt, danke Logan Moffit. Der kippt verschiedenstes an Zutaten in eine Tupperbox, schneidet eine Gurke rein, schüttelt das Ding und zaubert so innerhalb kürzester Zeit unzählige Gurkensalatvariationen. Und die Leute lieben es.

Höchste Zeit auch mein Lieblingsrezept mit der Welt zu teilen. Es geht wie folgt:

Schneller asiatischer Gurkensalat

Zutaten:

1 Gurke

1 rote Zwiebel

1-2 EL Sojaöl

1 EL Honig

1 EL Sojasoße

1 EL Austernsoße

1 EL Reisessig

1 EL Honig

1 TL Knoblauchpulver

1-2 TL Chiliflocken

1 TL Zwiebelpulver

Zitronensaft

Koriander

Zunächst wird die Soße zubereitet. Honig, Sojaöl, Sojasoße, Austernsoße, Reisessig, Knoblauchpulver, Chiliflocken und Zwiebelpulver in eine Schüssel geben und mit einer Gabel verrühren. Am besten schon in der Schüssel, in der auch serviert wird.

Dann wird die Gurke halb geschält, längs halbiert und entkernt.

Dann schneidet man die Gurke, je nach Belieben, in drei bis sechs Millimeter dicke Scheiben. Die kommen in die Schüssel und können mit der Soße vermengt werden.

Die Zwiebel würfeln, Koriander hacken und ebenfalls hinzugeben. Zum Schluss mit einigen Spritzern Zitronensaft beträufeln!

Das ist Gurke on a new Level, versprochen.

Viel Spaß beim Nachkochen und schmecken lassen.

Euer Bartek