Zum Einhub von Brückenteilen war Anfang Mai eine Sperrung der A 81 zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb geplant. Der Termin kommt nicht zustande.

Böblingen: Julia Theermann (the)

Der Ausbau der Autobahn 81 zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb schreitet voran. Die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) erweitert dort im Auftrag des Bundes die Strecke auf sechs Spuren. Täglich sind Bauarbeiter und schweres Gerät an dem Abschnitt zu sehen. Doch an einer Stelle stocken die Arbeiten jetzt.

 

Im vergangenen Sommer wurde die Brücke über die Autobahn in der Rudolf-Diesel-Straße und Wolfgang-Brumme-Allee abgerissen. Wenig später und mit ein paar Startschwierigkeiten ging eine Ersatzbrücke in Betrieb, auf der seitdem der Verkehr zwischen Sindelfingen und Böblingen über die A 81 rollt. An der neuen Brücke wird nebenan fleißig gebaut. Teile davon sind schon zu sehen. Eigentlich sollten am zweiten Maiwochenende – Freitag, 8., bis Sonntag, 10. Mai – weitere Brückenteile eingehoben werden. Unter Vollsperrung. Dieser Termin habe verschoben werden müssen, teilt die Deges-Sprecherin Pia Verheyen mit.

Was passiert an der Brücke über die A 81?

Die Brücke zwischen den Städten musste, wie auch ein gutes Dutzend weiterer Über- und Unterführungen an der Autobahn, abgerissen werden. Nach dem Ausbau ist die A 81 nämlich deutlich breiter und würde sonst nicht mehr unter beziehungsweise über das Bauwerk passen.

Eine Visualisierung davon, wie die A 81 zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb nach ihrem sechsspurigen Ausbau aussehen soll. Foto: STZN-Grafik/Zapletal

Die Träger für die Brücke lässt die Deges direkt in Böblingen zusammenbauen, in einem Zelt an der Autobahn – dort, wo früher die Autobahnausfahrt Böblingen-Sindelfingen war. Die Teile der Brücke, die nicht direkt über der Autobahn sind, können auch ohne jegliche Sperrungen eingehoben werden. „Aber der Einhub über der Autobahn muss unter Vollsperrung passieren“, sagt Projektleiter Johannes Kuhn. Dass der Termin für eben jenen Einhub und die Sperrung jetzt verschoben wird, heiße aber nicht, dass es Probleme gebe, betont die Deges-Sprecherin. Die Verschiebung habe sich „aus dem Bauablauf ergeben“. Der genaue Nachholtermin stehe bisher nicht fest. Nur so viel: Vor Mitte Juni wird es nicht sein.

Trotz Verschiebung sei man im Zeitplan

Der Zeitplan, den ersten Teil der Brücke in der Wolfgang-Brumme-Allee in Böblingen und Rudolf-Diesel-Straße in Sindelfingen im August in Betrieb zu nehmen, solle trotz der Verschiebung haltbar sein, heißt es von der Deges. Dann soll zunächst der Überbau freigegeben werden, der zukünftig den Verkehr von Böblingen nach Sindelfingen trägt. Den werden sich zunächst beide Fahrtrichtungen teilen.

Dann nämlich, wenn der Verkehr von der Behelfsbrücke verschwindet, kann diese schnell abgebaut werden – auch wieder unter Vollsperrung. Vom Abbruch der Behelfsbrücke hängt nämlich der Fortschritt der Autobahnbauarbeiten in diesem Baufeld ab. Solange die Brücke noch steht, kann es dort nicht weitergehen.

Unterdessen geht es auch an anderer Stelle unvermindert weiter. Immerhin ist die Baustelle mehr als sieben Kilometer lang. An der Anschlussstelle Böblingen-Hulb laufen die Vorbereitungen für den Umbau des Knotens sowie den Abbruch der dortigen Brückenteile. Im Sindelfinger Osten geht es mit dem Bau der Lärmschutzwände los, die 3,4 Kilometer der Autobahn säumen sollen. Und am Lärmschutzdeckel werden derzeit die Portale gebaut. 2028 soll das gesamte Riesenprojekt abgeschlossen sein.