Anzeige

Hoch soll sie leben!

Die Kandidatinnen stellen sich der Weizenbier-Challenge. Foto: Thomas Niedermüller

Hoch soll sie leben!

Aus fast 850 Bewerberinnen werden nur fünf zur Wahl der Württembergischen Bierkönigin zugelassen. Zu Gast beim Vorentscheid.

Reimund Abel

Reimund Abel

Unterstützt von

<h4 id="ih37p">Unterstützt von</h4>

Sie heißen Sarah, Deborah, Lara, Laila und Pia. Und sie sind was ganz Besonderes: Aus fast 850 Bewerbungen für die Wahl zur Württembergischen Bierkönigin, die von Stuttgarter Hofbräu initiiert wird, hat es das Quintett in die Endauswahl geschafft. Im Biergarten im Schlossgarten von Sonja Merz stellten sich zunächst zwölf Bewerberinnen der Fachjury - zu den fünf Finalistinnen kommt noch eine weitere Kandidatin per Online-Voting hinzu.

Eine von ihnen wird von Oktober an die Ehre haben, Bier, das Lieblingsgetränk vieler Menschen, zwei Jahre lang zu repräsentieren, zwei Bierprinzessinnen stehen der Hoheit zur Seite. "So knapp war es noch nie, so schwierig ist uns die Auswahl noch nie gefallen“, tröstete Martin Alber, Sprecher der Geschäftsleitung von Stuttgarter Hofbräu, die unterlegenen jungen Damen. Es waren am Ende Nuancen, die es entschieden haben.

Jede der Zwölf hatte sich der Jury zu stellen, musste Charme beweisen, die eine oder andere Fachfrage richtig beantworten - und vor versammeltem Publikum im Biergarten eine gute Figur abgeben. Zum Beispiel beim Weizenbier einschenken. Gar nicht so einfach, denn wer kennt das nicht, wenn das Weizen überschäumt und das gute Bier weg ist. Auch beim Einkleiden einer Puppe mit Dirndl-Bekleidung mussten die jungen Frauen, selbst im feschen Dirndl angetreten, ihre Sachkenntnis unter Beweis stellen. Schließlich soll die neue Bierkönigin nicht nur voller Stolz die Krone tragen, sondern auch beim Frühlingsfest, dem Volksfest, aber auch bei Werbeveranstaltungen mit Kunden Stuttgarter Hofbräu und die württembergische Bierkultur repräsentieren.

Zu den von der Jury gewählten Kandidatinnen Deborah, Sarah, Laila, Pia und Lara (v. li.) kommt noch eine junge Dame hinzu, die über ein Online-Voting eine Chance erhält. Foto: Thomas Niedermüller
Zu den von der Jury gewählten Kandidatinnen Deborah, Sarah, Laila, Pia und Lara (v. li.) kommt noch eine junge Dame hinzu, die über ein Online-Voting eine Chance erhält. Foto: Thomas Niedermüller

Seit 2002 wird die Württembergische Bierkönigin gekürt, in diesem Jahr bereits zum siebten Mal. Und die Brauerei Stuttgarter Hofbräu als Organisator kann sich über mangelnden Andrang nicht beklagen: „Fast 850 Bewerbungen aus ganz Baden-Württemberg sind in diesem Jahr eingegangen“, sagt Martin Alber. „Das zeigt uns, wie beliebt diese Funktion ist.“ Bei den Kunden der Brauerei seien die Königin und ihre Prinzessinnen sehr gern gesehen, ergänzt Jörg Koschinski, Geschäftsleitung Vertrieb / Gastronomie, bei Stuttgarter Hofbräu. „Wir sind sehr stolz, dass wir als Stuttgarter Hofbräu die Wahl zur Württembergischen Bierkönigin vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen haben“, sagt Martin Alber. Die Erfahrung zeige, gibt der Geschäftsleiter weiter Auskunft, dass es den jungen Frauen sehr viel Freude bereite, als Bierhoheit oder als Prinzessin bei Fassanstichen, bei Hocketsen und größeren Festen für das Bier und die Brauerei Spalier zu stehen.

Was die neue Regentin und ihre Vertreterinnen erwartet, kann keine besser erzählen wie Chiara Liz. Von 2018 bis zum Oktober dieses Jahres trägt sie den Titel Chiara I. - die Württembergische Bierkönigin. „Die Wahl damals war mit Abstand das großartigste Gefühl, das ich jemals erleben durfte“, erinnert sie sich. Ihre Emotionen seien Achterbahn gefahren, „ich kriege jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke“, sagt sie. Statt zwei Jahre wie üblich, saß Chiara I. nun fünf Jahre auf dem Thron, da wegen Corona die Wahl nicht stattfinden konnte. „Ich möchte keinen Tag davon missen“, sagt die junge Frau. Und wie sie so erzählt, bekommt sie feuchte Augen. Chiara I., das spürt man, lebt für diese Aufgabe. „Ich fühle mich ganz ehrlich in der Stuttgarter-Hofbräu-Familie sehr gut aufgehoben“. Zwischen 80 und fast 100 Terminen pro Jahr hat die Bierkönigin wahrzunehmen, ihre Prinzessinnen unterstützen sie dabei. Aber das sei keine Last, wie Chiara Liz sagt: „Wenn man diese Aufgabe mit Leidenschaft macht und zu einhundert Prozent dabei ist, dann ist das keine Arbeit, sondern einfach nur pures Vergnügen.“

Ein pures Vergnügen, das sind auch Biere aus dem Südwesten: Mehr als 1000 unterschiedliche Biere mit verschiedenen Arten von Malz, Hopfen, Hefe und Braustilen machen die Auswahl nicht einfach, garantieren jedoch in jedem Fall viel Genuss. In rund 200 Braustätten in Baden-Württemberg wird das beliebte Getränk gebraut, wie seit Jahrhunderten üblich nach dem ältesten Lebensmittel-Gesetz der Welt - dem Reinheitsgebot.

Übrigens liegt der Südwesten auf Platz zwei, was die Zahl der Braustätten angeht. Der Aufwand und die strengen Kontrollen sind der Mühe wert: Die Grundstoffe der Bierherstellung prägen Qualität und Aroma der jeweiligen Biere. Und hätten Sie das gewusst? Bei den Grundzutaten gibt es etwa 160 Sorten Hopfen, 200 Sorten Malz und 180 verschiedene Hefen. Macht in der Zusammenstellung eine Vielzahl an möglichen Kombinationen (was bei Braumeistern stets ein gut gehütetes Geheimnis ist) für neue Biere und Biertypen.

Bier ist modern, Bier ist lecker. Und Bier ist gesund. Das bestätigen Experten. Da dürfte es der neuen Bierkönigin (und ihren -prinzessinnen) nicht schwerfallen, die Werbetrommel zu rühren. 

GUT ZU WISSEN

Wo auch immer Menschen in unserer Heimatregion zusammenkommen, darf eines nicht fehlen: ein richtig gutes Bier. Stuttgarter Hofbräu. Gebraut aus besten natürlichen Rohstoffen mit moderner, ressourcenschonender Technik, nach traditionell überliefertem Handwerk im Herzen von Stuttgart. Als einzige Brauerei tragen wir mit Stolz die baden-württembergische Landeshauptstadt und ihr Wahrzeichen - das „Rössle“ aus dem Stadtwappen - im Namen und Logo. Fürs Leben gern ein Stuttgarter!