Manche Menschen prägen mit der Musik, die sie schaffen, mehrere Jahrzehnte - obwohl, oder vielleicht gerade weil, sie sich nicht in eine bestimmte Schablone pressen lassen. Mit den Rumours of Fleetwood Mac und Patti Smith haben sich zwei Schwergewichte im allerbesten Sinne angekündigt, die auf ihren Live-Konzerten nicht nur Klänge, sondern ein ganzes Lebensgefühl lebendig werden lassen.
Ihre Musik kann als ein Soundtrack für mehr als ein Vierteljahrhundert gelten: Die Klänge von Fleetwood Mac haben sich von den bluesigen Anfängen im Swinging London der 1960er Jahre bis zu den großen Pop-Erfolgen unter kalifornischer Sonne immer weiter verändert. Das Konzert der Tribute Formation Rumours of Fleetwood Mac am 8. Februar 2025 in die Liederhalle ist die perfekte Gelegenheit, Sound und Spirit dieses Phänomens live zu erleben.
Die Rumors of Fleetwood Mac haben sich von einer Tribute-Band zu einem eigenständigen Phänomen entwickelt. Gegründet 1999, verzeichnen die Videos der siebenköpfigen Formation inzwischen auf YouTube mehr als 100 Millionen Views, über 950 000 Fleetwood Mac-Fans haben die Shows live erlebt. Dass es der Band gelungen ist, eine solch ebenbürtige Show auf die Beine zu stellen, hat sich demnach schnell herumgesprochen.
Ihr schon vor einigen Jahren beschlossenes Tour-Motto lautet „It's About Their Music“. In diesem Sinne performen die Romours of Fleetwood Mac die Musik ihrer großen Vorbilder so originalgetreu wie möglich und lassen das Lebensgefühl der damaligen Zeit wieder aufleben. Das Wörtchen „Rumours“ im Band-Namen ist dabei eine Verneigung vor dem gleichnamigen Kultalbum von Fleetwood Mac, das 1977 erschien, zu einer der meistverkauften Platten der 70er Jahre zählte und Fleetwood Mac zu Superstars machte. Allein in den USA ging es über 19 Millionen Mal über den Ladentisch.
Angefangen hatte die Geschichte von Fleetwood Mac mit dem Schlagzeuger Mick Fleetwood und dem Bassisten John McVie, aus deren Namen sich dann auch der Bandname zusammensetzte. Die beiden englischen Bluesfans stießen im London der 1960er Jahre zur Band von Peter Green, einem gefragten Gitarristen. Fleetwood Mac war geboren und entwickelte sich von einer reinen Bluesband Ende der 1960er Jahre bis zur Megagruppe mit Laid Back Rock kalifornischen Zuschnitts Anfang der 1990er.
Ungewöhnlich war schon die erste Besetzung von Schlagzeuger Mick Fleetwoods Quartett, denn hier saß - damals ein Novum - mit Christine Perfect (später McVie) eine Frau an den Keyboards. Mitte der 1970er Jahre beschloss Mick Fleetwood nach mehreren Krisen innerhalb der Band in Los Angeles einen Neuanfang zu wagen gemeinsam mit einem kalifornischen Paar, das sich als Segen und Unruheherd zugleich erwies: Stevie Nicks und Lindsey Buckingham. Sie war die moderne Magierin am Mikrofon, er der glamouröse Guitar-Hero. Beide besaßen Songwriting-Talent und Sex-Appeal.
Die Hits sind bekannt: „Dreams“, „Go Your Own Way“, „Don't Stop“ oder „The Chain“. Das Konzept ging auf. Zwischen 1975 und 1987 führte das Quintett mit „Over My Head“, „Go Your Own Way“, „Don't Stop“, „Sara“, „Gypsy“ oder „Little Lies“ die internationalen Hitparaden an. Das Geheimnis der Band waren ihre eingängigen, entspannten Melodien, komponiert im Spannungsfeld von maskulin-feminin und auf fantasievolle Weise produziert. Das machen die Rumours of Fleetwood Mac mit ihrer Hommage an diese einzigartige Band am 8. Februar live erlebbar. Tickets gibt es unter 07 11/ 22 55 01 oder musiccircus.de.
Von unserer Redaktion